Im Zusammenhang mit dem Einbruch in Sachsens Schatzkammermuseum Grünes Gewölbe hat der Freistaat die bisher verurteilten Täter zur Zahlung von Schadenersatz aufgefordert. Es geht um knapp 76,1 Millionen Euro für die noch fehlenden sowie die Beschädigungen an den zurückgekehrten Teilen der Beute, wie Rechtsanwalt Matthias Aldejohann am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur sagte. Diese Wertminderung sei bei einer Begutachtung durch Sachverständige der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, zu denen das Grüne Gewölbe gehöre, ermittelt worden.
An die fünf rechtskräftig verurteilten jungen Männer aus dem bekannten Berliner Remmo-Clan ergingen laut Aldejohann diesbezüglich Mahnbescheide, um den Anspruch des Freistaates zu sichern. Einer von ihnen habe dem widersprochen, gegen die anderen lägen rechtskräftige Vollstreckungsbescheide vor.
Der Kunstdiebstahl aus dem rekonstruierten barocken Teil des Museums im Residenzschloss am 25. November 2019 war einer der spektakulärsten in Deutschland, bei dem die Täter 21 Schmuckstücke mit Diamanten und Brillanten im Wert von 116,8 Millionen Euro erbeuteten.