Engel, Schwibbögen und Pyramiden aus dem Erzgebirge sind aus der Weihnachtszeit nicht wegzudenken. Nun ist dieses Kunsthandwerk als immaterielles Kulturerbe geadelt worden. Die Kulturministerkonferenz habe es ins bundesweite Verzeichnis aufgenommen, teilte Kulturministerin Barbara Klepsch (CDU) mit. Sie sprach von einer «verdienten Würdigung für ein ganz besonderes Stück Heimat». Das Erzgebirge stehe seit Jahrhunderten für authentische Handwerkskunst im besten Sinne des Wortes.
Der Fokus der Bewerbung lag den Angaben zufolge auf Pflege, Weitergabe und Weiterentwicklung dieser Tradition. Der Nachwuchs an Holzspielzeugmachern und Drechslern für die zahlreichen Betriebe und Manufakturen wird an einer Fachschule in Seiffen ausgebildet. In der Denkstatt Erzgebirge in Seiffen werden zudem neue Ideen für Design, Marketing und Vertrieb entwickelt sowie die Vernetzung von Betrieben, Manufakturen und Kreativen forciert.