Auf die 28 Theater in Sachsen könnte ein schweres Jahr zukommen. «Die finanzielle Situation ist sehr ernst, besonders für einige Häuser im ländlichen Raum», sagt Lutz Hillmann, Vorsitzender des Landesverbandes Sachsen des Deutschen Bühnenvereins. Bleibe die Unterstützung in Form von Finanzierungshilfen vom Land und den Kommunen im nächsten Jahr aus, seien einige Theater «akut von Insolvenz bedroht». Besonders die hohen Personalkosten durch Tariferhöhungen würden in den Häusern teils für hohe Defizite sorgen.
«Ganz eklatant» sei die Situation aktuell am Theater Plauen-Zwickau, ergänzt Hillmann. «Aber sie sind bei weitem kein Einzelfall.» In dem westsächsischen Theaterbetrieb könnte im nächsten Jahr ein Defizit von rund 3,3 Millionen Euro in den Kassen klaffen, sagt Sandra Kaiser, Geschäftsführerin des Theaters Plauen-Zwickau. «Sollte finanzielle Unterstützung ausbleiben, müssten wir Ende 2025 Insolvenz anmelden.»