Menschen, die mit dem Leben hadern. Das ist einer der großen Schwerpunkte dieser Berlinale. Zum Beispiel in Matthias Glasners Drama «Sterben» mit Corinna Harfouch und Lars Eidinger. Der Film über eine zerrüttete Familie ist neben 19 weiteren Wettbewerbsbeiträgen im Rennen um den Goldenen Bären bei den Filmfestspielen. An diesem Samstag (24. Februar) verkündet die Jury, welche Filme und Leistungen geehrt werden.
Jurypräsidentin Lupita Nyong’o und ihre Kollegen haben dafür in den vergangenen Tagen fast vierzig Stunden lang Filme geschaut, die um den Goldenen Bären konkurrieren. Viele der Beiträge sind auch politisch aufgeladen. Sie weisen über die Einzelschicksale hinaus und spiegeln so gesellschaftliche Probleme.
Diese Schauspieler haben Chancen auf einen Silbernen Bären
Neben dem Goldenen Bären werden auch andere Auszeichnungen verliehen - etwa an die Darsteller. Die Berlinale unterscheidet bei Schauspielpreisen nicht mehr nach Geschlecht, sondern vergibt je einen Silbernen Bären für die beste Leistung in einer Haupt- und in einer Nebenrolle. Harfouch hat in ihrer Rolle als kaltherzige Mutter in «Sterben» gute Chancen auf diesen Preis, bekommt aber starke Konkurrenz. Zum Beispiel von Liv Lisa Fries, Titeldarstellerin in Andreas Dresens Drama «In Liebe, Eure Hilde». Fries porträtiert Hilde Coppi (1909-1943), eine Widerstandskämpferin in der NS-Zeit.