Nach einem Wohnhausbrand in Dresden mit zehn Verletzten wird gegen einen 57 Jahre alten Bewohner ermittelt. Dem Mann werde unter anderem schwere Brandstiftung vorgeworfen, teilte die Staatsanwaltschaft Dresden am Montag mit. Ein Ermittlungsrichter hatte die Unterbringung des 57-Jährigen in einem psychiatrischen Krankenhaus angeordnet. Die Ermittler gehen derzeit davon aus, dass der Beschuldigte an einer psychischen Erkrankung leidet und nicht ausgeschlossen werden kann, dass er beim Begehen der Tat schuldunfähig oder vermindert schuldfähig war.
Der Mann soll in der Nacht zum Freitag auf noch unbekannte Art und Weise in seiner Erdgeschosswohnung das Feuer gelegt haben. Der Brand hatte sich beim Eintreffen der Feuerwehr bereits auf das erste Obergeschoss ausgebreitet. Das gesamte Gebäude, in dem 25 Personen wohnen, musste evakuiert werden. Zehn Menschen, darunter drei Kinder im Alter von fünf und neun Jahren, mussten im Krankenhaus behandelt werden.
Wegen der erheblichen Brandschäden ist das Haus nicht bewohnbar. Der Sachschaden wurde zunächst auf rund 500 000 Euro beziffert.