Im Leipziger Osten haben Aktivisten ein weiteres leerstehendes Wohnhaus besetzt. Die Immobilie in der Einertstraße scheine seit beinahe 15 Jahren als Adresse für eine Briefkastenfirma genutzt zu werden, teilte die Gruppe «Leipzig Besetzen» mit. Einen Kontakt zum Eigentümer habe man nicht herstellen können. «Wir konnten nicht länger mit ansehen, wie dieses Haus weiter verstaubt und haben deshalb beschlossen, dort einzuziehen.»
Nach einer Überprüfung vor Ort geht die Polizei laut Angaben eines Sprechers von einer Besetzung aus. Demnach sind Einsatzkräfte vor Ort. Aktuell sei man in der Sondierungsphase und kläre etwa mit der Versammlungsbehörde der Stadt die Lage, sagte der Sprecher.
Die Leipziger Stadträtin und Landtagsabgeordnete Juliane Nagel (Linke) stellte sich hinter die Forderungen der Hausbesetzer. «Wenn bewusst Leerstand in Kauf genommen und mit Wohnraum spekuliert wird, muss konsequent eingegriffen werden», schrieb sie in einem Beitrag auf der Plattform X. Dazu teilte sie ein Foto des besetzten Hauses in der Einerstraße, auf dem mehrere Transparente an der Fassade des Altbaus zu erkennen sind.