Nach einem Polizeieinsatz wegen ihres Oberbürgermeisters ringt die sächsische Stadt Freiberg um einen Umgang mit der Krise. Eine Sondersitzung des Stadtrates hat keine neuen Erkenntnisse zu dem Vorfall gebracht. Es könnten keine Details zu den Vorgängen in Leipzig und dem Ermittlungsverfahren genannt werden, sagte der Leiter der Kommunalaufsicht im Landratsamt, Conrad Wolowski. Bisher habe man keinen Kontakt zu Philipp Preißler. Und er sei trotz des Dienstverbots weiter Oberbürgermeister von Freiberg.
Rückblende: Am 6. August wird die Polizei in Leipzig zu einem Hotel in der belebten Innenstadt gerufen. Am helllichten Tag randaliert dort ein Mann und wirft Teile des Interieurs aus dem Fenster. Als die Polizei eingreift, verletzt er zwei Beamte. Daraufhin wird der Mann zur medizinischen Behandlung ins Krankenhaus gebracht. Ermittelt wird nun wegen Sachbeschädigung und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte. Später wird bekannt: Bei dem Randalierer soll es sich um Freibergs Oberbürgermeister Philipp Preißler (Freie Wähler) handeln. Der ist seither abgetaucht.