Den Ermittlern hat sich an jenem Julitag 2023 ein grausiges Bild geboten: Mit fünf massiven Axthieben soll ein 39-Jähriger seinen früheren Fußballtrainer in Lichtenstein ermordet haben. Die Tatwaffe hat laut Anklage noch im Kopf des Opfers gesteckt. Zum Prozessauftakt am Landgericht Zwickau hat der Angeklagte am Mittwoch ein Geständnis abgelegt. Diese Tat sei das Allerschlimmste und durch nichts zu rechtfertigen, räumte er um Worte ringend ein. In dem Trainer will er seinen Peiniger erkannt haben, der ihn als Teenager zweimal sexuell missbraucht habe.
Laut Anklage hat der Deutsche sich mit der Tat rächen wollen. Dabei habe er das Opfer hinterrücks attackiert, als dieses nichts ahnend bei ihm zu Hause auf dem Sofa saß. Die Axt zertrümmerte Schädel und Halswirbelsäule - jeder der fünf Schläge sei geeignet gewesen, den Mann zu töten, erklärte Oberstaatsanwalt Jörg Rzehak. Der 39-Jährige hatte sich im Anschluss der Polizei gestellt. An den Angriff selbst könne er sich nicht konkret erinnern, sagte er vor Gericht.