Im Terrorprozess gegen die rechtsextreme «Gruppe Freital» sind weitere Aussagen gegen die mutmaßlichen Rädelsführer Timo S. und Patrick F. bekanntgeworden. In einer Vernehmung habe ein Freitaler NPD-Funktionär die beiden als «Hardcore-Rechte» bezeichnet, denen er die Anschläge zutraue, sagte ein Polizeibeamter am Dienstag vor dem Oberlandesgericht Dresden. Die beiden hätten sich demnach zunehmend radikalisiert. Auch gegen den NPD-Mann ermittelt der Generalbundesanwalt wegen Mitgliedschaft in einer Terrorvereinigung.
Der 49-Jährige habe in der Vernehmung auch zugegeben, Mitglied im verschlüsselten «Schwarzen Chat» gewesen zu sein, über den sich die «Gruppe Freital» ausgetauscht habe. Er sei nach eigenem Bekunden jedoch ausgetreten, als ihm das zu radikal geworden sei.
Auch habe er eingestanden, bei Fotoaufnahmen dabei gewesen zu sein, für die vermummte Mitglieder der Gruppe mit Hakenkreuzfahne und teils mit Hitlergruß posiert hatten, sagte der Polizist. Die Aufnahmen waren im Internet veröffentlicht worden. Neben Timo S. und Patrick F. seien nach Angaben des 49-Jährigen auch die Angeklagten Mike S. und Philipp W. sowie «weitere aus Dresden» auf den Bildern zu sehen.