Es ist einer der spektakulärsten Prozesse in diesem Jahr in Sachsen: Vor dem Landgericht Leipzig geht es ab diesem Dienstag (9.00 Uhr) um ein umfangreiches illegales Streamingportal, Geldwäsche, Steuerhinterziehung und einen Milliardengewinn, von dem auch die Landesregierung profitieren kann.
Worum geht es in diesem Verfahren?
Das Streamingportal «movie2k.to» hatte jahrelang hunderttausende Raubkopien von Filmen und Serie angeboten. Dabei hatten die Betreiber Millioneneinnahmen aus Werbeverträgen erzielt und damit Bitcoins erworben. 2013 wurde das Portal abgeschaltet. Jahrelang hatten die Ermittler nach den Haupttätern auch international gefahndet.
Zwei Männer, darunter der Programmierer der Plattform, konnten Ende 2019 festgenommen werden. Sie legten umfassende Geständnisse ab und unterstützen die Strafverfolgungsbehörden bei den weiteren Ermittlungen gegen den noch flüchtigen zweiten Hauptbetreiber. Sie wurden 2023 rechtskräftig zu Bewährungsstrafen verurteilt. Im selben Jahr wurde der mutmaßliche Chef des Portals im Ausland festgenommen.