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«Fahrradgate»-Skandal: Angeklagte Polizistin will aussagen

«Fahrradgate»-Skandal: Angeklagte Polizistin will aussagen
Die Angeklagte und ihr Verteidiger unterhalten sich im Gerichtssaal im Landgericht Leipzig. / Foto: Hendrik Schmidt/dpa/Archivbild
Von: DieSachsen News

Im «Fahrradgate»-Prozess um den illegalen Weiterverkauf von sichergestellten Rädern bei der Polizei Leipzig will die angeklagte Polizistin eine Aussage machen. Ihr Verteidiger kündigte für Dienstag (9.00 Uhr) eine Einlassung seiner Mandantin vor dem Landgericht Leipzig an. Die suspendierte Polizeihauptmeisterin muss sich als damalige Verantwortliche in der zuständigen Asservatenkammer wegen Diebstahls, Bestechlichkeit und Urkundenfälschung verantworten. Der Prozess hatte bereits Mitte März begonnen, war aber nach einem Wechsel der Verteidigung geplatzt und musste neu aufgerollt werden.

Die Generalstaatsanwaltschaft wirft der 47-Jährigen vor, von August 2014 bis November 2018 mindestens 265 zum Teil hochwertige Fahrräder weitergegeben zu haben - überwiegend an Polizisten, auch von der Bereitschaftspolizei und dem Landeskriminalamt. Sie soll dafür zumeist eine «Spende» von jeweils bis zu 50 Euro bekommen haben. Insgesamt soll sie so 4795 Euro eingenommen und mindestens 3000 Euro für sich behalten haben. In dem ersten Verfahren hatte die Angeklagte die Vorwürfe zurückgewiesen.

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