Es ist einer der skurrilsten Kriminalfälle der vergangenen Jahre: Eine syrische Familie vertraut einem angeblichen Voodoo-Zauberer 15.000 Euro an. Dieser hatte ihnen versprochen, mithilfe von Beschwörungsformeln das Geld auf wundersame Weise zu vermehren. Als der Plan scheitert, entführt die Familie den faulen Zauberer aus Leipzig und bringt ihn nach Magdeburg. Nach der Befreiung des Mannes durch Spezialeinsatzkräfte der Polizei stehen fünf Männer der Familie vor dem Landgericht Leipzig. In dieser Woche wird das Urteil erwartet.
Anfang vergangenen Jahres geht die Familie aus Syrien, die in Magdeburg lebt, einem Mann aus Kamerun auf den Leim. Er behauptet, mittels Zauberei Geld vervielfachen zu können. Leichtgläubig übergibt die Familie dem angeblichen Voodoo-Zauberer 15 000 Euro. Wie zu erwarten war, gelingt die Vermehrung trotz geheimnisvoller Flüssigkeit und Beschwörungsformeln nicht. Das Geld und der Magier sind weg.
Die Familie macht ihn in einem Plattenbau in Leipzig ausfindig und fünf maskierte Männer entführen den Mann filmreif. Dabei fallen in dem dicht bewohnten Gebiet auch Schüsse in die Luft. Weil sie kein Geld entdecken, nehmen sie den Mann mit nach Magdeburg. Wenige Tage später kehren sie nach Leipzig zurück, um die Wohnung des Mannes erneut zu durchsuchen. Dabei werden sie von der Polizei festgenommen.