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Zukunftskonzeption, Genossenschaft, Stiftung: Theater-Diskussion in Görlitz

Zukunftskonzeption, Genossenschaft, Stiftung: Theater-Diskussion in Görlitz
Symbolbild pixabay onkelglocke
Die Linke in Görlitz und im Kreistag lädt zu einem öffentlichen Informationsabend über die Zukunft des Gerhart-Hauptmann-Theaters ein. Im Mittelpunkt stehen Finanzierung, Struktur und der Erhalt aller Spielstätten.

Öffentlicher Austausch vor der Kreistagssitzung

Wie kann das Gerhart-Hauptmann-Theater Görlitz-Zittau verlässlich in die Zukunft geführt werden? Mit dieser Frage beschäftigt sich die Stadtratsfraktion Die Linke Görlitz gemeinsam mit der Kreistagsfraktion Die Linke bei einem öffentlichen Informationsabend mit anschließender Diskussion. Die Veranstaltung findet am Donnerstag, 22. Oktober, um 19 Uhr in der Schulstraße 8 in Görlitz statt. 

Im Vorfeld der Kreistagssitzung am 27. Oktober wollen Mirko Schultze, Kreisrat, und Jana Lübeck, Stadträtin in Görlitz, die vorgelegte Zukunftskonzeption und die Beschlussvorlage zum Theater erläutern. Anschließend sind Bürgerinnen und Bürger eingeladen, Fragen zu stellen und ihre Sicht einzubringen.

Finanzierung, Struktur und Perspektiven für das Theater

Im Zentrum der Diskussion stehen mehrere offene Fragen: Wie lassen sich alle Spielstätten und Sparten langfristig erhalten? Wie kann die Zahlungsfähigkeit des Theaters kurzfristig gesichert werden? Und welche Chancen und Risiken bringt eine genossenschaftliche Mitwirkung mit sich? Auch die Idee einer Theaterförderstiftung soll besprochen werden, die zur langfristigen Finanzierung beitragen könnte.

Die Linke will zudem diskutieren, ob eine neue Struktur aus Förderstiftung und Genossenschaft eine tragfähige Perspektive für das Haus eröffnen kann. Aus Sicht der Fraktionen geht es dabei nicht nur um eine finanzielle Lösung, sondern auch um die kulturelle Zukunft der Region.

Kulturort und Arbeitgeber mit regionaler Bedeutung

Jana Lübeck betonte, das Gerhart-Hauptmann-Theater sei für Görlitz und die gesamte Region weit mehr als eine Bühne. Es sei Kulturort, Bildungsort, Arbeitgeber und Standortfaktor zugleich. Ziel sei es, die Vielfalt des Hauses zu erhalten und gemeinsam nach tragfähigen Wegen zu suchen.

Mirko Schultze verwies darauf, dass die Zukunft des Theaters nicht dem Zufall überlassen werden dürfe. Kurzfristig müsse die Zahlungsfähigkeit gesichert werden, langfristig brauche das Haus eine stabile und gerechte Finanzierung. Deshalb lege die Linke ihre Konzeption offen auf den Tisch und lade zum Mitreden ein.

Gemeinsame Verantwortung für eine tragfähige Lösung

Das Gerhart-Hauptmann-Theater Görlitz-Zittau ist ein gemeinsames Theater der Städte Görlitz und Zittau sowie des Landkreises Görlitz. Der Kreistag befasst sich derzeit mit der finanziellen und strukturellen Zukunftssicherung. Gleichzeitig ist eine grundhafte Sanierung des Görlitzer Hauses mit rund 65 Millionen Euro Gesamtkosten vorgesehen.

Die Fraktionen von Die Linke in Stadt und Kreis sehen die Zukunft des Theaters als Gemeinschaftsaufgabe. Ihr Ziel ist ein starkes Theater mit erhaltenen Spielstätten und Sparten, gesicherter Finanzierung und einer Perspektive, die von Stadt, Landkreis, Land, Theater und Publikum gemeinsam getragen wird.