Führung am ehemaligen Lager „Seiferts Höhe“ in Hirschfelde
Exkursion zum historischen Ort in Hirschfelde
Am Freitag, 4. September 2026, 16.00 Uhr, bietet das Kulturhistorische Museum Franziskanerkloster eine Führung am Standort des ehemaligen Lagers „Seiferts Höhe“ an. Die Exkursion findet im Rahmen des Ausstellungsprojektes „Staatsgeheimnis! Die Zittwerke. Ein Rüstungskonzern im Nationalsozialismus“ statt und wird von Torsten Töpler geleitet.
Treffpunkt ist die Hirschfelder Gartenanlage „Einheit“ an der B99, Zufahrt aus Richtung Zittau rechts. Die Teilnehmenden erhalten vor Ort Einblicke in die Geschichte eines Geländes, das heute vor allem als Kleingartenanlage bekannt ist, in der NS-Zeit jedoch eine völlig andere Funktion hatte.
Von Barackenlager bis Kleingartenanlage
„Seiferts Höhe“ blickt auf eine wechselvolle Vergangenheit zurück. Anfang der 1940er Jahre entstand dort zunächst ein Barackenlager für Zivilarbeiter. Wenige Jahre später waren dort bereits hunderte Fremd- und Zwangsarbeiter untergebracht. Nach dem Kriegsende diente das Gelände außerdem als Entnazifizierungslager. Ab Juni 1945 fanden Vertriebene in leerstehenden Baracken eine provisorische Unterkunft. Erst zu Beginn der 1950er Jahre endete die Nutzung der Baracken vollständig.
Nach dem Abriss vieler Gebäude und Anlagen entwickelte sich auf dem Gelände ein Kleingartenverein. Was heute ruhig und grün wirkt, war damit über Jahrzehnte ein Ort tiefgreifender Umbrüche und belasteter Geschichte.
Teilnahme und Anmeldung
Die Teilnahme an der Exkursion erfolgt auf eigene Gefahr. Festes Schuhwerk wird empfohlen, außerdem gibt es vor Ort kein WC. Die Gebühr beträgt 10 Euro, ermäßigt 5 Euro, und wird direkt vor Ort eingesammelt.
Da die Plätze begrenzt sind, ist eine Anmeldung bis zwei Tage vorher erforderlich: per E-Mail an museum@zittau.de oder telefonisch unter 03583-554790. Dabei sollte auch eine Telefonnummer für einen Rückruf angegeben werden.