Sachsen sucht händeringend nach Pflegepersonal und richtet dabei den Blick auch ins Ausland. Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) drängt auf mehr Tempo bei der Anerkennung ausländischer Abschlüsse. «Es muss unser Ziel sein, Anerkennungsverfahren einfacher, schneller und effektiver auszugestalten, ohne die Patientensicherheit zu gefährden», sagte Köpping der Deutschen Presse-Agentur. Man brauche aber auch die Gewähr, dass nur hinreichend qualifiziertes Personen die Anerkennung erhalte.
«Der zunehmende Fachkräftemangel ist eine riesige Herausforderung für das gesamte Gesundheitswesen. Damit die Menschen überall in Sachsen auch in Zukunft bestmöglich pflegerisch versorgt werden können, brauchen wir stabile Ausbildungszahlen in den Pflegeausbildungen und dürfen auch nicht die bereits in der Pflege tätigen Personen aus dem Blick verlieren», betonte die Ministerin. Man könne es sich nicht leisten, auf Pflegefachkräfte aus dem Ausland zu verzichten.
Für viele von ihnen sei es häufig ein langer Weg, bis sie die erforderliche Berufserlaubnis in den Händen hielten, sagte Köpping. Das Verfahren zur Anerkennung sei dabei nur eine Hürde, die es zu überwinden gelte. Köpping hatte sich vor gut einem Jahr selbst auf die Reise gemacht, um Pflegekräfte in Brasilien für eine Arbeit in Sachsen zu gewinnen. Unlängst besuchte sie in einer Einrichtung in Pulsnitz junge Menschen aus dem südamerikanischen Land, die momentan eine Qualifizierung machen und hier arbeiten wollen.