Nachdem die Bundesregierung Polen zum Corona-Hochinzidenzgebiet erklärt hat, klagen Pendler aus dem Nachbarland über unklare Verhältnisse an der Grenze und Erschwernisse durch die Testpflicht. Am Montagmorgen seien Arbeitnehmer aus Polen am Grenzübergang Linken in Mecklenburg-Vorpommern bei einer Kontrolle auf der deutschen Seite wieder zurückgeschickt worden, weil sie keinen gültigen Corona-Test vorweisen konnten, sagte Bartosz Marosz von der Bürgerinitiative «Freie Grenzen - Wolne Granice» der Deutschen Presse-Agentur. «Das war am Montag um fünf Uhr morgens - es gab gar keine Möglichkeit, sich vorher testen zu lassen.» Die Teststation des Landes Mecklenburg-Vorpommern in Linken sei überlaufen, Online-Reservierungen nur schwer zu bekommen. Erklärungen der Arbeitnehmer, dass man auf dem Betriebsgelände des deutschen Unternehmens getestet werde, seien nicht akzeptiert worden.
In Slubice an der Grenze zu Frankfurt/Oder müssten die Pendler teilweise stundenlang Schlange stehen, bemängelte Marosz weiter. Die Bürgerinitiative «Freie Grenzen - Wolne Granice» fordert die Abschaffung der Testpflicht für Pendler - zumindest aber die Übernahme der Testkosten von der deutschen Seite.