In Sachsen müssen Pflegebedürftige für einen Platz im Pflegeheim im Schnitt 1642 Euro aus eigener Tasche zahlen. Das geht aus Daten des Verbandes der Ersatzkassen (vdek) mit Stand vom 1. Januar hervor. Das waren 21 Euro mehr als im Juli vergangenen Jahres und 363 Euro mehr als zu Beginn des Jahres 2019. Damit liegt Sachsen aber noch unter dem bundesweiten Schnitt von 2068 Euro pro Monat.
Im Vergleich der Bundesländer am teuersten bleiben Heimplätze in Nordrhein-Westfalen mit nun durchschnittlich 2460 Euro. Dagegen ist die Belastung in Sachsen-Anhalt mit 1465 Euro am niedrigsten.
In den Summen ist zum einen der Eigenanteil für die reine Pflege und Betreuung enthalten. Denn die Pflegeversicherung trägt - anders als die Krankenversicherung - nur einen Teil der Kosten. Für Heimbewohner kommen aber noch Kosten für Unterkunft, Verpflegung und für Investitionen in den Einrichtungen dazu. Der Eigenanteil allein für die reine Pflege stieg im bundesweiten Schnitt auf 831 Euro im Monat, nachdem es zum 1. Juli 2020 noch 786 Euro waren. In Sachsen stieg dieser Wert im gleichen Zeitraum von 595 auf 672 Euro.