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Corona-Intensivpatient aus Sachsen in MV aufgenommen

Ein Intensivbett. Foto: Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild/dpa/Archiv
Ein Intensivbett. Foto: Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild/dpa/Archiv

Ein Corona-Intensivpatient aus Sachsen ist in Mecklenburg-Vorpommern aufgenommen worden. Die Unimedizin Rostock übernehme vorerst zwei schwer an Covid-19 Erkrankte, teilte das Gesundheitsministerium am Dienstag in Schwerin mit. «Die Lage vor allem in Ostsachsen ist ernst. Aktuell haben wir noch ausreichend Kapazitäten, um den sächsischen Kollegen und Patienten zu helfen», sagte der ärztliche Vorstand der Unimedizin, Christian Schmidt.

In den kommenden Tagen werden in MV laut Ministerium bis zu zehn Patienten aus Sachsen erwartet. Die genaue Zuordnung werde anhand der Schwere der Erkrankung und der Kapazitäten in den Krankenhäusern gesteuert. Die Universitätsmedizin Greifswald werde ebenfalls Menschen aufnehmen, wenn es notwendig werden sollte. Zudem sind laut Gesundheitsminister Harry Glawe (CDU) Betten am Südstadtklinikum in Rostock vorgesehen.

Der Sieben-Tage-Inzidenzwert in Sachsen, also die Zahl der Corona-Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen einer Woche, liegt nach Angaben des Robert Koch-Instituts (Stand Dienstag, 0.00 Uhr) bei 426,8 - im bundesweiten Vergleich der mit Abstand höchste Wert. Dieser liegt laut Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) derzeit bei 97,4 im Nordosten.

Quelle: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH