Die sehr kurzfristige Absage von Weihnachtsmärkten wegen der heftigen Corona-Welle sorgt in Sachsen für Unmut. «Noch vor zwei Wochen wurde eine Verordnung verabschiedet, nach der Weihnachtsmärkte auf jeden Fall stattfinden können», erklärte Nico Brünler, wirtschaftspolitischer Sprecher der Linken im Landtag, am Montag in Dresden. Die nun erfolgte Absage bringe Händler in große Not. «Dieses Hin und Her muss aufhören, sonst sind viele kleine und mittelständische Betriebe in ihrer Existenz bedroht. Dazu zählen insbesondere die Gewerbetreibenden, die sich an alle geltenden Vorschriften und Versprechungen gehalten und viel Geld für Hygienekonzepte ausgegeben haben.»
Nach Ansicht von Brünler hat es die sächsische Regierung versäumt, verlässlich über die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie zu kommunizieren. Künftig müsse es verbindliche Übergangsfristen zwischen dem Beschluss von Maßnahmen und deren Inkrafttreten geben. «Es kann nicht sein, dass die Wirtschaft und die Bevölkerung immer wieder von neuen Corona-Maßnahmen überrascht wird, obwohl die Infektionszahlen schon über Wochen so hoch sind, dass gar nichts anderes übrig bleibt, als die Maßnahmen zu verschärfen. Das führt zu schwindendem Vertrauen.»