Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat einen besseren Personalschlüssel für Kindertagesstätten per Gesetz angemahnt. «Die sinkenden Geburtenzahlen führen zu Kita-Schließungen, da Träger es sich nicht leisten können, Personal ohne entsprechende Refinanzierung des Landes zu halten. Am stärksten werden diejenigen Gebiete Sachsens betroffen sein, die nicht vom Zuzug junger Menschen profitieren», erklärte GEW-Vizechefin Astrid Axmann am Montag in Leipzig. Daher sei es dringend geboten, einen besseren Personalschlüssel im Kita-Gesetz des Freistaates festzuschreiben und damit die Finanzierung der Einrichtungen sicherzustellen.
Einen konkreten Personalschlüssel schlug die GEW nicht vor. Nach Angaben ihres Sprechers Matthes Blank orientiert sich die Gewerkschaft an den Empfehlungen von Experten.
Als idealer Schlüssel bei der Betreuung von Kindern unter drei Jahren gilt ein Wert von einem Erzieher für drei Kinder, im Kindergarten liegt er bei 1 zu 7,5. Die Bertelsmann Stiftung kommt in ihrer jährlichen Analyse schon seit Langem zu dem Schluss, dass die Betreuung in sächsischen Kitas nicht kindgerecht ist. Zuletzt lagen die Schlüssel hier bei 1 zu 5,4 (Krippe) beziehungsweise 1 zu 11,2.