Schluss mit Sonntagsreden: Zum Internationalen Frauentag an diesem Sonntag haben Politikerinnen mehrerer Parteien Gleichberechtigung in allen Bereichen der Gesellschaft eingefordert. Im Plenarsaal des Sächsischen Landtages fand ein Festakt mit 140 Gästen statt. «Eine Gesellschaft, die Frauen nicht schützt, ihre Arbeit nicht anerkennt oder ihre Stimmen leiser werden lässt, die schwächt sich selbst», erklärte Sozialministerin Petra Köpping (SPD). «Wer unser Land stärken will, muss Frauen überall gleiche Chancen und Möglichkeiten geben», betonte Landtagspräsident Alexander Dierks.
Köpping erwähnte auch diejenigen, die Sachsen verlassen. «Wegzugehen bedeutet für viele junge Menschen persönliche Entwicklung, Erweiterung des eigenen Horizonts. Das ist völlig legitim und sinnvoll.» Die Verantwortung von Politik und Gesellschaft liege darin, Strukturen zu schaffen und zu erhalten, die eine Rückkehr zu guten Bedingungen ermöglichen: «So dass Weggehen und auch Wiederzurückkommen eine Entscheidung aus freien Stücken ist.» Das sei eine zentrale Herausforderung für die ländlichen Regionen in Sachsen.