Dresden und Sachsen haben die Erinnerung an die Zerstörung der Elbestadt 1945 mit der Aufforderung zum friedlichen Miteinander und Widerstand gegen Rechtspopulismus und Nationalismus verbunden. Der mit «Gemeinsam wachsam» überschriebene Jahrestag begann mit Kranzniederlegungen und Gedenkfeiern für die Toten der Luftangriffe. In der Dresdner Innenstadt versammelten sich bis zum Mittag zahlreiche Menschen an den Orten, die mit dem Geschehen vor 79 Jahren verbunden sind. Am Abend dann reihten sich nach Angaben der Stadt rund 13.000 Bürger in die traditionelle Menschenkette um die Altstadt ein, darunter auch Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU), die britische Botschafterin Jill Gallard und eine Delegation aus Coventry.
Britische und amerikanische Bomber hatten Dresden am 13. Februar 1945 und den Tagen darauf in Schutt und Asche gelegt. Die genaue Zahl der Opfer konnte nie ermittelt werden. Nach Erkenntnissen von Historikern kamen bis zu 25.000 Menschen ums Leben, die Trümmerfläche umfasste zwölf Quadratkilometer. Bis zu dem Luftangriff war «Elbflorenz» von Zerstörungen weitgehend verschont geblieben. Rechtsextreme rechnen die Opferzahlen künstlich hoch und versuchen damit, ein Kriegsverbrechen der Alliierten zu konstruieren.