Nach Gil Ofarims überraschenden Äußerungen im Dschungelcamp zum Davidstern-Skandal hat sich sein Anwalt in den Sozialen Medien zu Wort gemeldet. In Videobeiträgen, die in der Nacht auf Samstag auf Instagram veröffentlicht wurden, ging Ofarims Verteidiger Alexander Stevens unter anderem auf einen Zeugen ein sowie auf Videoaufnahmen, die in dem später eingestellten Verfahren in Leipzig eine große Rolle gespielt hatten. Gleichwohl bekräftigte Stevens, dass er die Feststellung, dass Gil Ofarim durch den Hotelmitarbeiter nicht diskriminiert wurde, in «keinster Weise in Abrede» stelle.
Verfahren war eingestellt worden
Vor Gericht in Leipzig gestand Ofarim, der Sohn des 2018 gestorbenen 60er-Jahre-Stars Abi Ofarim, schließlich in knappen Sätzen und entschuldigte sich. «Die Vorwürfe treffen zu. Es tut mir leid», sagte er in dem Verleumdungs-Prozess. Damit räumte er ein, dass seine Antisemitismusvorwürfe nicht stimmten. Das Verfahren wurde eingestellt. Der Musiker musste als Auflage einen Geldbetrag von 10.000 Euro zahlen. Das Gericht teilte damals mit, dass nach Ansicht der Strafkammer «alle Zweifel und Spekulationen in dieser Sache endgültig beseitigt» seien.
Im Zwiegespräch mit Mitcamperin Simone Ballack war Ofarim nun in der am Freitagabend ausgestrahlten Folge von «Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!» unerwartet auf die damaligen Vorgänge eingegangen. Ihm ging es dabei vor allem um Videoaufnahmen, die in dem Prozess zum sogenannten Davidstern-Skandal eine große Rolle gespielt hatten. Ofarim behauptete etwa ohne Beleg, dass das im Verfahren ausgewertete Band nicht das Originalband gewesen sei. Zudem sprach er von einem Zeugen, der ausgesagt habe, dass er «den Davidstern gesehen» habe.
Ofarims Äußerungen im Dschungelcamp kamen auch deshalb überraschend, weil er in den Tagen zuvor viele Fragen seiner RTL-Mitcamper zu dem Fall unbeantwortet gelassen hatte. Wie er allerdings zu seinen Schlüssen zu dem Videomaterial kam, blieb unklar.