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Frau will fünf Lausitzer Seen an einem Tag durchschwimmen

Frau will fünf Lausitzer Seen an einem Tag durchschwimmen
Bisher hat die Tschechin vor allem in Schwimmhallen trainiert. (Handout) / Foto: ---/Lausitzer Seenland/dpa
Von: DieSachsen News
Eine 49 Jahre alte Schwimmerin wagt eine besondere Strecke: 17 Kilometer durch Europas größten künstlichen Seenverbund, dem Lausitzer Seenland. Dabei hat sie warmen Tee und ein Team aus zwei Ländern.

Alle fünf Seen des Lausitzer Seenlandes am Stück durchschwimmen: Das plant die tschechische Freiwasser- und Langstreckenschwimmerin Pavla Petrova. Die 49-Jährige möchte am Donnerstag kommender Woche (17. September) vom Senftenberger See bis zum Großräschener See schwimmen. «Ich sehe das als Zeichen von Verbindung», sagte Petrova. 

Es gehe ihr nicht um einen Rekordversuch, sondern darum, Menschen sowie Kulturen und Länder zu verbinden, so Petrova. Ihr Team von acht Menschen bestehe aus Tschechen und Deutschen. Außerdem liegt das Lausitzer Seenland an der Grenze zwischen den Bundesländern Brandenburg und Sachsen.

Schwimmen durch die gefluteten Tagebaulöcher

Neugierig sei sie auf die Landschaft, erklärt die Schwimmerin. «Die habe ich noch nie live gesehen.» Das Lausitzer Seenland ist Europas größter künstlich geschaffener Seenverbund - mit Seen, die aus gefluteten früheren Tagebaulöchern entstanden.

Auf die Seendurchquerung sei sie körperlich vorbereitet, so die Tschechin. Mit dem Schwimmen begonnen habe sie im Alter von sechs Jahren, war später tschechische Schwimmmeisterin. Mehrmals im Jahr schwimme sie eine Strecke von über 20 Kilometern - bisher allerdings immer in der Schwimmhalle, im Freien sei bisher 13 Kilometer am Stück ihre längste Strecke gewesen. 

Dabei geht es ihr nicht nur um die körperliche Betätigung: «Schwimmen ist nicht nur Sport für mich, sondern auch Psycho-Hygiene und Therapie und eine Möglichkeit, mit mir selbst zu sein.»

Zwischendrin gibt es warmen Tee

Die rund 17 Kilometer möchte Petrova in einem Zeitfenster von etwa zehn Stunden zurücklegen. Zwischendrin gibt es Pausen, um die Kanäle zwischen den Seen mit dem Boot zu passieren und sich mit Riegeln, Gels, warmem Tee und Suppe zu stärken. Die größte Herausforderung wird laut Petrova die Kälte des Wassers. «Ich habe Respekt vor der Kälte und werde deshalb auch einen Neoprenanzug anziehen.»

Start ist um 6.45 Uhr am Donnerstagmorgen am Stadthafen Senftenberg - zwischen 16.30 und 17.30 Uhr möchte Petrova am Stadtstrand Großräschen ankommen. Ein Motorboot - gesteuert von Hagen Aust von der Wasserwacht Hoyerswerda - wird sie begleiten.

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