Spektakuläre Ausblicke auf das Elbsandsteingebirge und dazu Kunstgeschichte: Mit diesem Mix lockt der Caspar-David-Friedrich-Weg in der Sächsischen Schweiz zahlreiche Wanderer an. Nun darf sich der 15 Kilometer lange Rundweg zwischen Krippen und Schöna mit dem Titel «Deutschlands schönster Wanderweg 2025» schmücken. Er setzte sich bei einer Publikumsabstimmung der Zeitschrift «Wandermagazin» in der Kategorie Tagestouren durch. Was macht den Caspar-David-Friedrich-Weg so besonders?
Wandern auf den Spuren Caspar David Friedrichs
Der Rundwanderweg führt vom idyllischen Ort Krippen in Bad Schandau auf einfachen Wegen entlang der Elbe hinauf nach Schöna und über Kaiserkrone und Wolfsberg zurück zum Ausgangspunkt. Dabei bietet er Panoramablicke auf bekannte Felsformationen wie die Schrammsteine und den Zirkelstein.
Gewandert wird vorbei an Orten, die den Künstler Caspar David Friedrich (1774 – 1840) einst inspirierten. 12 Infotafeln entlang des Weges berichten über Hintergründe und zeigen Zeichnungen an ihren Entstehungsorten. Erst im vergangenen Jahr wurde der Weg zum 250. Geburtstag des Malers modernisiert, die Schautafeln überarbeitet und neue Aussichtspunkte ergänzt.
Bekanntes Motiv beim Wandern entdecken
Ein Highlight des Weges ist die zerklüftete Kaiserkrone. An diesem Tafelberg brachte Friedrich im Juni 1813 die Bleistiftzeichnung «Felsige Kuppe» zu Papier. Etwa fünf Jahre später greift er auf diese und weitere Studien zurück, um im Atelier ein Ölgemälde zu schaffen. Die «Felsige Kuppe» ist der Felsen, auf dem der «Wanderer über dem Nebelmeer» steht - eines der bekanntesten Werke der Romantik.
«Wie der Malerweg Elbsandsteingebirge steht auch der Caspar-David-Friedrich-Weg für die einmalige Verbindung von Natur und Kunst in der wildromantischen Felsenwelt», sagte Sachsens Kulturministerin Barbara Klepsch (CDU) zur Prämierung.