Die Grünen im Sächsischen Landtag fordern beim Tourismus einen größeren Fokus auf Nachhaltigkeit. Der Begriff müsse zum Leitprinzip werden, erklärte der Abgeordnete Thomas Löser. Denn schon jetzt wirke sich der Klimawandel konkret auf die Angebote im Freistaat aus: «Für viele touristische Betriebe in Sachsen ist der Winter längst kein verlässliches Geschäft mehr. Schneemangel, steigende Kosten und unsichere Saisonverläufe sind zur neuen Normalität geworden.»
«Nachhaltigkeit bleibt überwiegend freiwillig, unverbindlich und ohne klare Steuerungswirkung. Der Freistaat vergibt damit Chancen, was gerade in Zeiten knapper Kassen fahrlässig ist», monierte Löser. Es werde viel angekündigt, analysiert und begleitet, aber kaum priorisiert. «Weder gibt es verbindliche Zielwerte noch eine transparente Zuordnung von Mitteln.»
Instrumente für Nachhaltigkeit bislang nicht ausreichend genutzt
Löser zufolge werden Instrumente wie Nachhaltigkeitskriterien, Mobilitätsangebote oder Gästetaxen werden empfohlen, aber nicht konsequent genutzt, um Tourismus aktiv zu steuern. Beim Ganzjahrestourismus fehlten verbindliche Planken für Klima und Umwelt, in den Seenlandschaften werde der Ausbau diskutiert, ohne die ökologische Tragfähigkeit und Besucherlenkung strategisch abzusichern.