Sechs-Tore-Comeback - Eislöwen gewinnen gegen Rosenheim
Von Henry Müller
Dresden. Die Dresdner Eislöwen mussten am 23.Oktober gegen die Starbulls aus Rosenheim auf die verletzten Janick Schwendener, Simon Karlsson und Tyson Spink sowie den erkrankten Tylor Spink verzichten. Ivan Komirist spielte für Leipzig, Karl Gärtner stand ebenfalls nicht im Aufgebot. Im Tor begann Marvin Berbner. Vor Spielbeginn wurde Tom Knobloch für 300 Spiele in Blau-Weiß geehrt.
Nach ausgeglichenem Beginn hatte Ryan MacKinnon die erste gute Gelegenheit für die Eislöwen, scheiterte aber an Rosenheims Goalie Christopher Kolarz. Eine Stockcheck-Strafe gegen Dresdens Oliver Granz nutzte Tomas Rubes zur Rosenheimer Führung (9.). Nur wenige Sekunden später erhöhte Jordan Taupert für die Starbulls. Berbner verhinderte anschließend gegen Shane Hanna einen weiteren Gegentreffer. Die Eislöwen fanden zunächst kaum Lücken. Felix Krüger erzielte in der 16. Minute mit einem Schuss in die obere Torecke den Anschluss. Gorciks Distanzschuss hielt Kolarz fest, sodass Dresden mit einem 1:2-Rückstand in die erste Pause ging.
Die Eislöwen kamen mit Schwung aus der Kabine, konnten einen Drei-gegen-zwei-Konter und eine weitere gute Gelegenheit durch Knobloch nicht nutzen. Nach einer Strafe wegen Haltens gegen Rubes erspielte sich Dresden weitere Chancen, aber Kolarz war nicht zu überwinden. Bei einer anschließenden Auseinandersetzung mussten Sebastian Gorcik und Ryan McKiernan jeweils für zwei Minuten auf die Strafbank. Auch ein weiteres Powerplay nach einer Strafe gegen Samir Kharboutli blieb trotz guter Abschlüsse ohne Tor. Auf der Gegenseite hielt Berbner die Eislöwen im Spiel. Dresden drängte weiter auf den Ausgleich – mit Erfolg. Knobloch markierte mit einem Distanzschuss das 2:2 (35.). Nach einer Auseinandersetzung zwischen Tomas Andres und Lukas Laub erhielten beide fünf Strafminuten wegen Faustkampfes. Kurz darauf traf Ricardo Hendreschke von der blauen Linie zur Dresdner Führung (38.). Mit einem 3:2 ging es in die zweite Pause.

Ricardo Hendreschke (#32) freut sich über seinen Führungstreffen zum 3:2 für die Blau-Weißen.
Im Schlussdrittel versuchten die Gäste den Ausgleich zu erzielen, doch Berbner parierte gegen Zerter-Gossage und war auch bei einer weiteren Rosenheimer Chance zur Stelle. Nach einem Scheibengewinn im Aufbauspiel der Gäste erhöhte Gorcik auf Zuspiel von Fox und Andres auf 4:2 (48.). Berbner glänzte mit einer weiteren Parade, ehe Feser wegen Stockschlags auf die Strafbank musste. Im folgenden Powerplay traf Gregory Kreutzer aus der Distanz zum 5:2.

Sebastian Gorcik baut die Führung der Eislöwen auf 4:2 aus und feiert das mit den Fans der Nordkurve (#47 – hinter dem Torhüter der Starbulls)

Der Puck rollt hochkant ins Gehäuse. Der Rosenheimer Torhüter Christopher Kolarz ist zum fünften Mal überwunden.
Auch die Unterzahlsituationen nach Stockschlag-Strafen gegen Gorcik (56.) und Knobloch (57.) überstanden die Eislöwen ohne Gegentreffer. In der Schlussminute mussten auf Rosenheimer Seite noch Ullmann wegen unsportlichen Verhaltens und Laub wegen Beleidigung auf die Strafbank. David Suvanto machte 17 Sekunden vor Schluss mit seinem Treffer den 6:2-Sieg perfekt.

David Suvanto (#33 – zweiter Eislöwe von rechts) stellt den Endstand von 6:2 her.
Bo Šubr, Cheftrainer der Dresdner Eislöwen: „Ich bin sehr stolz darauf, wie die Mannschaft heute auf den 0:2-Rückstand reagiert hat. Gegen eine Mannschaft wie Rosenheim, die gut verteidigt, ist es nicht einfach, so einen Rückstand aufzuholen. Auch wenn wir unsere ersten beiden Überzahlspiele nicht genutzt haben, haben wir viel Druck aufgebaut und uns das Momentum erarbeitet. Die Mannschaft hat weitergearbeitet, sich große Chancen erspielt und das Spiel schließlich gedreht. Danach haben wir über weite Strecken clever gespielt. Mit dieser Reaktion bin ich sehr zufrieden.“