Ärmel hoch statt Aktenordner: Dresdner Unternehmen engagiert
Szenen wie diese spielten sich in den vergangenen vier Tagen im gesamten Stadtgebiet ab. Die Bürgerstiftung Dresden hatte zur Aktionswoche „Unternehmen engagiert 2026“ gerufen und zahlreiche Mitarbeitende aus Unternehmen kamen dabei tatkräftig zum Einsatz. In Summe engagierten sich fünf Unternehmen, Ämter und Institutionen mit ihren Teams und unterstützten damit acht Vereine an verschiedensten Baustellen. Die Projekte verteilen sich vom Zentrum der Dresdner Neustadt bis an den Stadtrand nach Weißig.
Bundesweite Initiative als Fundament
Die Aktionswoche findet anlässlich der bundesweiten Woche des bürgerschaftlichen Engagements statt, die die Sichtbarkeit und Anerkennung ehrenamtlicher Tätigkeiten hervorhebt. In diesem Jahr ging das in 2022 gestartete Dresdner Projekt in die fünfte Runde. Mit dabei waren die Elbe-Flugzeugwerke GmbH an mehreren Einsatzstellen, das Dresdner Amt für Schulen, das Landesamt für Geobasisinformation, die Deutsche Investment sowie das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik BSI. Von Gartenarbeiten über das Abschleifen von Tischen bis hin zum Streichen ganzer Innenräume wurde in dieser Woche wieder viel bewegt.
Am Montag kamen die Teams unter anderem dem KIKLA e.V. zur Hilfe. Der Verein für Kinderkleideraustausch ist vor Kurzem umgezogen und möchte in einer Woche seinen Umsonst- und Tauschladen auf Spendenbasis wiedereröffnen. Ohne den Einsatz des BSI und der Deutschen Investment wäre das jedoch zeitlich eng geworden. Hier haben insgesamt zehn Mitarbeitende Schwerlastregale zusammengeschraubt, den gesamten Innenraum gestrichen, Türen gekürzt und vieles mehr getan.
„Wir sind unglaublich dankbar! Es hat uns auf jeden Fall sehr viel geholfen, weil wir so schnell vorangekommen sind, wie wir es im Ehrenamt kaum schaffen. Man hat sonst nur wenig Zeit und kommt schleppend voran, weshalb so ein Einsatz wie heute für uns Gold wert ist.“, berichten Sina Gutsche und Franziska Pilz, welche den KIKLA e.V. bei diesem Einsatz vertreten haben.
Mehr als nur ein Arbeitseinsatz: Wie die Aktionswoche alle Seiten begeistert
Es sind nicht nur die Vereine, welche sich über diese Einsätze freuen. Auch die Angestellten der beteiligten Unternehmen ziehen einen Mehrwert aus den Aktionen und sind mit Tatendrang dabei, wenn es darum geht etwas Gutes zu tun. Die Elbe-Flugzeugwerke beispielsweise waren an drei Tagen in dieser Engagement-Woche im Einsatz und konnten so direkt an mehreren Einsatzstellen den Vereinen aushelfen.
"Die Mitarbeitenden genießen es sehr, das Büro oder die Halle mal zu verlassen, etwas Neues zu erleben und mit Kolleginnen und Kollegen zusammenzukommen, mit denen man sonst nicht wirklich zusammenarbeitet." berichtet Theresa Scheiter, die in dieser Woche die Einsätze bei den Elbe-Flugzeugwerke koordinierte. Die Aktionstage bringen eine reiche Abwechslung in den Alltag aller Beteiligten, ob aus der Wirtschaft, den Vereinen oder der Freiwilligenagentur ehrensache.jetzt, welche diese Aktionswoche jährlich koordiniert.

Dass dieser Einsatz weit über die einzelnen Teams hinausstrahlt, schätzt man auch im Rathaus. Oberbürgermeister Dirk Hilbert hebt die Bedeutung der Initiative für das gesamte Stadtklima hervor: "Die Aktionswoche zeigt eindrucksvoll, wie stark der Zusammenhalt in unserer Stadt ist, wenn Wirtschaft und Ehrenamt Hand in Hand gehen. Ich danke allen beteiligten Unternehmen sowie der Bürgerstiftung herzlich für dieses großartige Engagement, das in Dresden so vieles bewegt und wieder einmal zeigt, was gemeinsam möglich ist."
Wenn der Staub verflogen ist und die Pinsel ausgewaschen sind, schauen alle Beteiligten auf fünf intensiv genutzte Tage zurück. Die Aktionswoche hat gezeigt, was möglich ist, wenn aus theoretischer Hilfsbereitschaft praktisches Anpacken wird. Das erfolgreiche Projekt zeigt eindrucksvoll, wie einfach Brücken gebaut werden können – und macht schon jetzt Lust auf die sechste Auflage im kommenden Jahr.