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Zweiter IT-Ausfall binnen Tagen: Dresden zieht erneut die Notbremse

Screenshot der städtischen Website dresden.de im Bereich E-Petition. Ein gelb umrandetes Hinweisfeld vom 28.10.2026 informiert mit einem Warndreieck-Symbol über die vorübergehende Nichterreichbarkeit des Portals aufgrund einer vorsorglichen Sperrung.
Vorsorglich vom Netz getrennt: Wegen einer Sicherheitslücke in Oracle-Software hat Dresden das E-Petitionen-Portal und die Fördermittelplattform gesperrt. Ein Update wird eingespielt, nächste Woche sollen die Online-Dienste wieder laufen. Screenshot: DieSachsenNews/www.dresden.de/de/leben/gesellschaft/buergebeteiligung/epetition.php
Nach dem PHP-Schock trifft es nun die Oracle-Software: Welche zwei wichtigen Bürgerdienste die Stadtverwaltung ab sofort vorsorglich gesperrt hat.

Dresden. Die Stadt hat erneut Online-Dienste vorsorglich abgeschaltet. Nach einem Herstellerhinweis auf eine Sicherheitslücke in Oracle-Anwendungen hat der städtische Eigenbetrieb IT-Dienstleistungen zwei öffentlich erreichbare Dienste für den Internetzugriff gesperrt: das Fördermittelportal und die E-Petition. Grund ist das nach Angaben der Stadt hohe Ausnutzungs- und Schadenspotenzial der Lücke.

Vorsicht, kein Sicherheitsvorfall

Die Stadt betont, es handle sich um eine reine Vorsichtsmaßnahme und nicht um einen tatsächlichen Angriff. Ein Update des Anbieters liegt bereits vor und wird nun vorbereitet, getestet und eingespielt. Parallel zieht die Stadt weitere, ohnehin geplante Sicherheitsmaßnahmen für die beiden Anwendungen vor. Wieder erreichbar sein sollen die Dienste im Lauf der nächsten Woche.

Das zweite Mal binnen weniger Tage

Für die Dresdner Verwaltung ist es bereits die zweite vorsorgliche Abschaltung innerhalb kurzer Zeit. Erst Mitte Oktober hatte die Stadt wegen einer kritischen Lücke in der weit verbreiteten Programmiersprache PHP www.dresden.de und zahlreiche weitere Auftritte zeitweise vom Netz genommen; nach einem Tag war die Hauptseite wieder online. Anders als damals ist diesmal nur ein eng begrenzter Teil der Online-Dienste betroffen - die übrige städtische Website bleibt erreichbar.