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Zweimal Notbremse gezogen: Fahrkartenkontrolle in Dresdner S-Bahn eskaliert völlig

Mehrere blau-weiße Einsatzfahrzeuge der Polizei stehen hintereinander geparkt an einer Kopfsteinpflasterstraße vor einem mehrstöckigen Gebäude unter bewölktem Himmel.
Eskalation in der S-Bahn: Ein 25-Jähriger weigerte sich in der S1 bei Dresden, sein Ticket zu zeigen, trat nach einer Scheibe und zog zweimal die Notbremse. Am Bahnhof Dresden-Neustadt nahm ihn die Bundespolizei in Empfang. Symbolbild: pixabay/GlauchauCity
Von: Dresden News
Auf der Fahrt der S1 Richtung Pirna verlor ein 25-Jähriger komplett die Beherrschung. Erst beschimpfte er das Zugpersonal, dann versuchte er Scheiben einzutreten. Warum die Bundespolizei am Bahnhof Dresden-Neustadt bereits auf den Mann wartete.

Dresden. Ein Zugbegleiter bat am Montagabend in der S-Bahn S1 die Bundespolizei um Unterstützung, weil ein Fahrgast die Fassung verlor. Der 25-Jährige verweigerte die Fahrkartenkontrolle, beschimpfte das Personal und versuchte eine Scheibe einzutreten. Zweimal zog er die Notbremse, woraufhin die S-Bahn stoppen musste.

Gegen 21:00 Uhr sollte der Mann auf der Fahrt Richtung Pirna seinen Fahrschein vorzeigen. Statt eines Tickets reagierte er lautstark und aggressiv. Er verweigerte den Nachweis und beleidigte den Zugbegleiter wiederholt mit ehrverletzenden Worten.

Kurz darauf eskalierte das Geschehen im Wagen. Der Fahrgast trat nach einer Fensterscheibe des Zuges und betätigte zweimal die Notbremse. Mindestens einmal löste die Mechanik dadurch eine Zwangsbremsung der S-Bahn aus.

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Festnahme am Bahnhof Dresden-Neustadt

Der Zugbegleiter forderte Hilfe an. Als die S1 im Bahnhof Dresden-Neustadt einrollte, warteten dort bereits Einsatzkräfte der Bundespolizeiinspektion Dresden und nahmen den Randaliere in Empfang.

Auch gegenüber den Polizisten zeigte der Mann keinen gültigen Fahrausweis vor. Die Beamten festigten daraufhin die Personalien des 25-jährigen tunesischen Staatsangehörigen vor Ort.

Ermittlungen wegen mehrerer Straftaten

Auf den Mann kommen nun strafrechtliche Konsequenzen zu. Die Bundespolizei leitete ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts auf Erschleichen von Leistungen, Bedrohung und Beleidigung ein.

Zusätzlich stehen Vorwürfe wegen des Missbrauchs von Notrufeinrichtungen sowie des Herbeiführens einer Betriebsstörung im Raum.

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