70 Millionen Euro in 25 Jahren: So haben sich Dresdens Plattenbauviertel verändert
Dresden. Seit einem Vierteljahrhundert fließt Geld über das Bund-Länder-Programm, das früher „Soziale Stadt" hieß und heute „Sozialer Zusammenhalt", gezielt in vier große Dresdner Wohngebiete. Zum Jubiläum zeigt die Stadt im Stadtforum die Ausstellung „25 Jahre Soziale Stadtentwicklung". Auf 29 Plakaten dokumentiert sie, wie sich Gorbitz, die Nördliche Johannstadt, das Gebiet Am Koitschgraben und Prohlis durch Investitionen in Grünflächen, soziale Einrichtungen, Bildung, Kultur und Orte der Begegnung verändert haben .
Wann und wo die Ausstellung zu sehen ist
Zu sehen ist die Gesamtschau seit dem heutigen Montag, 24. August, bis zum Mittwoch, 16. September 2026, jeweils montags bis freitags von 9 bis 18 Uhr. Sie steht in der „Agora" am Stadtmodell im Stadtforum (1. Obergeschoss), Waisenhausstraße 14. Der Zugang ist barrierefrei, der Eintritt gratis.
Rund 70 Millionen Euro für vier Quartiere
Wo die städtebaulichen und sozialen Herausforderungen besonders groß sind, setzt die Förderung an. „In den vergangenen 25 Jahren flossen insgesamt rund 70 Millionen Euro in diese vier Gebiete", erklärt Stephan Kühn, Beigeordneter für Stadtentwicklung, Bau, Verkehr und Liegenschaften. Rund 45 Millionen Euro davon kamen als Städtebaufördermittel von Bund, Land und EU, mehr als 22 Millionen Euro steuerte die Stadt aus eigenen Mitteln bei.

Ziel sei, Wohnumfeld und Infrastruktur zu verbessern und zugleich das Miteinander im Viertel zu stärken - möglichst gemeinsam mit den Bewohnern. In den vier Quartieren lebt zusammen ein knappes Zehntel der Dresdner Bevölkerung.
Was in den Vierteln entstanden ist
Hinter den Zahlen stehen konkrete Projekte. In Gorbitz (20,2 Millionen Euro Fördermittel) entstanden unter anderem die Höhenpromenade, die Laborschule mit Espencampus, ein Wohngebietspark und eine Streetsport-Anlage. In der Nördlichen Johannstadt (14,5 Millionen Euro) wurden der Bönischplatz, ein Stadtteilhaus und das Familienzentrum des Kinderschutzbundes umgesetzt. Am Koitschgraben (14,5 Millionen Euro) kamen ein erneuerter Stadtteilplatz, der Park am Otto-Dix-Center und eine Freizeitsportanlage hinzu. In Prohlis (17 Millionen Euro) zählen das Bürgerhaus mit Palitzschhof, das Jugendhaus Pixel, eine BMX-Anlage und das Kombibad zu den Schlüsselprojekten. In allen Vierteln wurden zudem Kitas saniert.
Die Ausstellung wandert auch in die Stadtteile
Neben der Gesamtschau im Stadtforum ist die Ausstellung auch vor Ort zu sehen. In Prohlis, Am Koitschgraben und in der Johannstadt wurden bereits ortsspezifische Plakate gezeigt. Vom 18. September bis 26. Oktober 2026 macht sie mit den Gorbitzer Schlüsselprojekten im Club Passage am Leutewitzer Ring 5 Station.
Wie es weitergeht
Beendet ist die Arbeit in den Quartieren nicht. In Prohlis gibt der „Masterplan 2030+" die Richtung vor, in Gorbitz werden aktuelle Herausforderungen untersucht. Und ein neues Gebiet ist bereits in der Förderung: Das Quartier „Budapester Straße Ost" wird seit der Förderzusage 2022 und noch bis zum Ende des Förderzeitraums 2032 über das Programm „Sozialer Zusammenhalt" unterstützt.