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Transfeindliche Attacke in Dresden: Staatsanwaltschaft greift durch

Symbolbild: Goldene Statue der Justitia mit verbundenen Augen, Waagschale in der erhobenen linken und Schwert in der rechten Hand vor strahlend blauem Himmel. Sie steht sinnbildlich für die Anklage im Fall der transfeindlichen Attacke in Dresden.
Anklage nach transfeindlicher Attacke: Dreien Männern wird vorgeworfen, in Gorbitz eine trans Frau schwer verletzt zu haben. Das Jugendschöffengericht entscheidet über das Verfahren, die Verdächtigen sitzen in U-Haft. Symbolbild: pixabay/ WilliamCho
Ermittlungen abgeschlossen: Wie die Polizei die Verdächtigen nach der Tatnacht in Gorbitz fasste und welches Verfahren ihnen jetzt bevorsteht.

Dresden. Drei Männer sollen am Amalie-Dietrich-Platz in Gorbitz eine 45-jährige Transfrau geschlagen und getreten haben. Die Staatsanwaltschaft Dresden hat die drei Deutschen im Alter von 20, 27 und 29 Jahren angeklagt, unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung, wie die Behörde mitteilte. Nach den Ermittlungen gehen die Strafverfolger von einem transfeindlichen Motiv aus. Die Männer sitzen in Untersuchungshaft.

Die Tat ereignete sich den Angaben zufolge am 26. August gegen 23 Uhr. Die drei Beschuldigten hatten zuvor gemeinsam mit der Frau Alkohol getrunken. Dann sollen sie sie geschubst, geschlagen und mehrfach ins Gesicht getreten haben. Die 45-Jährige erlitt unter anderem einen Nasenbein- und einen Jochbeinbruch und musste im Krankenhaus behandelt werden.

Ermittler gehen von transfeindlichem Motiv aus

Die Geschädigte befindet sich nach Angaben der Staatsanwaltschaft in der Transition zur Frau, und nach dem Ergebnis der Ermittlungen sei von einem transfeindlichen Motiv auszugehen. Anfangs ermittelten die Behörden auch wegen Raubes, weil der Frau ein Rucksack mit Ausweis abgenommen worden sein soll. Dieser Verdacht bestätigte sich im Zuge der Ermittlungen aber nicht.

Zwei der Beschuldigten, die 20 und 29 Jahre alten Männer, nahm die Polizei schon in der Tatnacht fest. Der 27-Jährige wurde erst im Lauf der Ermittlungen identifiziert und am 17. September gefasst. Alle drei sitzen seitdem in Untersuchungshaft.

Alle drei vorbestraft

Die Männer sind vorbestraft. Der 27-Jährige stand zur Tatzeit unter Führungsaufsicht, der 29-Jährige unter einschlägiger Bewährung. Der 29-Jährige hat die Tat gestanden, die beiden anderen bestreiten den Vorwurf. Verhandelt wird der Fall vor dem Jugendschöffengericht des Amtsgerichts Dresden, das nun über die Zulassung der Anklage und die Eröffnung des Verfahrens entscheidet. Bis zu einem Urteil gilt die Unschuldsvermutung.