„The Joy of Ageing“ & Krypto-Rätsel: Das etwas andere Dresdner Kulturwochenende
Freitag, 9. Oktober
The Guts Company: „Schimmer des Unsichtbaren" | 18 Uhr | Neustädter Markthalle (Treff: Societaetstheater)
Die Dresdner Tanzcompany The Guts Company zeigt die Wiederaufnahme ihrer Performance „Schimmer des Unsichtbaren". Der Abend führt das Publikum an einen ungewöhnlichen Ort, Treffpunkt ist das Societaetstheater. Zwischen Tanz, Raum und Wahrnehmung spürt das Ensemble dem nach, was sich sonst dem Blick entzieht. Beginn 18 Uhr; Karten über das Societaetstheater. (auch am Samstag, ebenfalls 18 Uhr)
Carmen | 19 Uhr | Semperoper, Theaterplatz 2
Die Semperoper zeigt Georges Bizets „Carmen" in der Inszenierung von Nadja Loschky mit Caterina Piva in der Titelrolle. Die Oper erzählt von der freiheitsliebenden Carmen, dem Soldaten Don José und tödlicher Eifersucht. Voller Ohrwürmer von der Habanera bis zum Torero-Lied gehört sie zu den populärsten Opern überhaupt. Beginn 19 Uhr, Karten über die Semperoper.
Taras Augen | 19.30 Uhr | Kleines Haus, Glacisstraße 28
Das Staatsschauspiel zeigt im Kleinen Haus „Taras Augen" nach Katharina Bendixen in der Bühnenfassung von Christina Rast. Das Stück erzählt feinfühlig von Wahrnehmung, Nähe und dem, was wir im Alltag übersehen. Getragen vom Ensemble des Hauses, ist es ein leiser, berührender Theaterabend. Beginn 19.30 Uhr, Karten über das Staatsschauspiel.
Christiane Rösinger – „The Joy of Ageing" | 20 Uhr | Zentralwerk, Riesaer Straße 32
Im Zentralwerk in Pieschen liest die Berliner Musikerin und Autorin Christiane Rösinger aus ihrem neuen Buch „The Joy of Ageing". Die einstige Lassie-Singers- und Britta-Frontfrau nimmt das Älterwerden bissig-komisch aufs Korn und rechnet mit dem Umgang der Gesellschaft mit nicht mehr jungen Frauen ab. Zwischen Erinnerungen, Gedanken und Geschichten hält die musikalische Lesung am Ende einen ernsten Rat bereit: weniger klagen, mehr leben. Einlass 19 Uhr, Beginn 20 Uhr im Kleinen Saal, Tickets über Tixforgigs.
RE:SCHÜTZ – Thea Soti & Paper Kite | 20 Uhr | Jazzclub Tonne, Tzschirnerplatz 3-5
Im Rahmen des Heinrich-Schütz-Musikfests gräbt der Jazzclub Tonne Schätze aus dem Werk des Dresdner Barockmeisters aus. Beim „RE:SCHÜTZ Experiment III" treffen bekannte und unbekannte Stücke auf freie Improvisation. Die Sängerin Thea Soti und das Ensemble Paper Kite bewegen sich dabei zwischen Alter Musik, Jazz und Elektronik. Beginn 20 Uhr, Karten ab 21 Euro.
Samstag, 10. Oktober
Un ballo in maschera | 19 Uhr | Semperoper, Theaterplatz 2
Nach der Premiere zeigt die Semperoper erneut Verdis „Un ballo in maschera" in der Inszenierung von Angela Denoke. Die musikalische Leitung hat Chefdirigent Daniele Gatti an der Sächsischen Staatskapelle. Im Zentrum steht Riccardo, der Amelia liebt – die Frau seines engsten Freundes Renato, ein Dreieck, das in die Katastrophe führt. Beginn 19 Uhr, Karten über die Semperoper.
Jan Vogler & Christian Schmitt: „Bach im Spiegel" | 19 Uhr | Frauenkirche, Neumarkt
In der Frauenkirche treffen der Cellist Jan Vogler und der Organist Christian Schmitt bei „Bach im Spiegel" aufeinander. Im barocken Rund entfaltet sich ein feiner Dialog aus Violoncello und Orgel rund um Johann Sebastian Bach. Mit berühmten Werken und kunstvollen Spiegelungen wird der Abend zum klangvollen Erlebnis. Beginn 19 Uhr, Karten über die Frauenkirche.
Evita | 19.30 Uhr | Staatsoperette, Kraftwerk Mitte 1
Die Staatsoperette im Kraftwerk Mitte zeigt Andrew Lloyd Webbers Welterfolg „Evita". Das Musical erzählt vom Aufstieg und Fall der argentinischen Präsidentengattin Eva Perón, mit Welthits wie „Don't Cry for Me Argentina". Die Inszenierung von Simon Eichenberger verbindet große Musicalmomente mit politischem Drama. Von 19.30 bis 22 Uhr, Karten 21 bis 55 Euro. (auch am Sonntag, 15 Uhr)
Ich fühl's nicht | 19.30 Uhr | Kleines Haus, Glacisstraße 28
Das Staatsschauspiel bringt „Ich fühl's nicht" nach der Graphic Novel von Liv Strömquist auf die Bühne. In einer Spielfassung von Katrin Plötner und Svenja Käshammer geht es um Liebe und Gefühle im digitalen Zeitalter. Klug, pointiert und mit viel Gespür für die Gegenwart erzählt das Stück von der Sehnsucht nach echter Nähe. Beginn 19.30 Uhr, Karten über das Staatsschauspiel.
Alpha Trianguli | 20 Uhr | Jazzclub Tonne, Tzschirnerplatz 3-5
Das österreichische Quartett Alpha Trianguli hebt im Jazzclub Tonne zum „energetischen Abflug ins Klanguniversum" an. Mit Posaune, Vibrafon, Bass und Schlagzeug verbinden die vier Musiker Jazz, Space und Soul. So entsteht ein dichter, atmosphärischer Sound jenseits der Konvention. Beginn 20 Uhr, Karten ab 25 Euro.
Sonntag, 11. Oktober
Tosca | 19 Uhr | Semperoper, Theaterplatz 2
Die Semperoper gibt Giacomo Puccinis „Tosca", das große Drama um Liebe, Kunst und Macht. Im Zentrum stehen die Sängerin Tosca, ihr Geliebter, der Maler Cavaradossi, und der skrupellose Polizeichef Scarpia. Mit berühmten Arien und packender Dramatik gehört das Werk zu den meistgespielten Opern überhaupt. Beginn 19 Uhr, Karten über die Semperoper.
I shot a Pop Star | 19.30 Uhr | Kleines Haus, Glacisstraße 28
Das Staatsschauspiel zeigt „I shot a Pop Star oder wie ich versuchte, das Manifest der Gesellschaft zur Vernichtung der Männer umzusetzen" nach Valerie Solanas. Das Stück greift den radikalen Manifest-Klassiker auf und verhandelt Macht, Geschlecht und Gewalt in zugespitzter Form. Scharf, provokant und streitbar inszeniert, trifft es mitten in aktuelle Debatten. Beginn 19.30 Uhr, evtl. Restkarten an der Abendkasse.
Sonderausstellung „Krypto, was?" | Residenzschloss, Taschenberg 2
Im Residenzschloss startet die neue Sonderausstellung „Krypto, was?". Sie bereitet Kryptografie und digitale Verschlüsselung anschaulich und zum Mitdenken auf. Damit ist sie ein idealer Tipp für einen Museumsnachmittag mit Tiefgang. Der Eintritt gilt für alle Ausstellungen des Hauses, geöffnet ist Dienstag bis Sonntag.