Pistolengriff im Handgepäck: Schreck-Sekunde im Zug aus Dresden
Dresden. Bei Kontrollen in internationalen Fernzügen hat die Bundespolizei Dresden am Sonntag gleich zwei Mal zugegriffen. In beiden Fällen stießen die Beamten auf verbotene Substanzen - und einmal zunächst auf etwas, das nach einer Waffe aussah.
Schon am Morgen gegen 8.30 Uhr geriet im Railjet von Prag nach Berlin ein 36-jähriger Tscheche ins Visier. Als der Mann bei der Kontrolle seinen Ausweis aus der Umhängetasche zog, kam zugleich ein Behältnis mit einer grünen, pflanzlichen Substanz zum Vorschein. Gegen ihn läuft nun ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts auf einen Verstoß gegen das Konsumcannabisgesetz.
Der Griff, der nach einer Pistole aussah
Der zweite, deutlich dramatischere Moment spielte sich am späten Nachmittag gegen 17.50 Uhr in einem Zug von Dresden Richtung Prag ab. Im Handgepäck eines 56-jährigen Deutschen entdeckte eine Bundespolizistin den Griff einer vermeintlichen Pistole. Der Reisende wiegelte sofort ab: Es handle sich nur um ein Feuerzeug. Die genaue Überprüfung bestätigte das tatsächlich.
Ganz ohne Folgen blieb die Kontrolle für ihn dennoch nicht. In seinen Taschen fanden die Beamten zwei Glasampullen sowie eine Papierverpackung mit einer weißen, kristallinen Substanz. Die Betäubungsmittel wurden sichergestellt, es folgte eine Anzeige. Seine Fahrt fortsetzen durfte der 56-Jährige anschließend trotzdem.