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Noch ist der Altmarkt leer: Dresdens Striezelmarkt bekommt riesigen Baum

Weitwinkelblick über den weitgehend leeren, gepflasterten Dresdner Altmarkt bei Tageslicht. Im Hintergrund sind historische und moderne Gebäude wie der Kulturpalast sowie Kirchtürme der Altstadt unter einem blauen Himmel zu sehen.
Hier landet der neue Striezelmarkt-Baum: Auf dem Dresdner Altmarkt läuft die Vorbereitung für den 592. Striezelmarkt. Eine 23 Meter hohe Nordmanntanne aus Pirna-Neundorf wird hier am Samstag als Mittelpunkt aufgestellt. Foto: CdH
Monatelange Suche, Fällung am Samstag um 7 Uhr morgens und ein Schwerlasttransporter: Erfahre, wie der riesige Baum sein neues Zuhause in der Dresdner Innenstadt erreicht.

Dresden. Bisher stand sie in einem Pirnaer Garten, am Samstag wird sie zum meistfotografierten Baum der Stadt. Eine 23 Meter hohe Nordmanntanne aus dem Ortsteil Neundorf zieht auf den Altmarkt und bildet den Mittelpunkt des 592. Dresdner Striezelmarkts.

Gefällt wird ab 7 Uhr. Danach hebt ein Kran die Tanne auf einen Schwerlasttransporter, der sie zum Altmarkt bringt. Dort wird sie zurechtgesägt, in die Standhülse gesetzt und aufgestellt. Wann genau der Baum ankommt, hängt vom Ablauf ab, die Stadt rechnet mit etwa 12 Uhr. Zuschauer sind willkommen, Glühwein und Bratwurst gibt es dazu. Wer nicht vor Ort sein kann, findet Live-Updates auf dem Instagram-Kanal der Stadt.

Gesucht wurde schon im Frühjahr

Dass der Baum pünktlich steht, ist das Ergebnis monatelanger Vorbereitung. Die Suche nach einer passenden Tanne läuft bei der Stadt regelmäßig lange im Voraus, für den Striezelmarkt bereits ab dem frühen Sommer. Gefragt ist jeweils ein mindestens 23 Meter hoher, gerade gewachsener Baum, der von allen Seiten dicht ist und sich mit Kran und Schwerlaster erreichen lässt.

Zum Vergleich: Für den Augustusmarkt auf der Hauptstraße, Dresdens zweitgrößten Weihnachtsmarkt, reicht eine Tanne von acht bis zehn Metern. Die Striezelmarkt-Tanne spielt also eine eigene Liga.

Nach dem Baum kommt der ganze Markt

Das Aufstellen des Baums ist der Startschuss für den Aufbau. Noch am Samstag finden das Etagenkarussell und das Riesenrad ihre Plätze, in dieser Woche werden die Standflächen der Markthütten angezeichnet. Ab dem 2. November entstehen die Themenhäuser und die große Stufenpyramide, danach folgen Brunnenüberbauungen, Krippe und Schwibbogen. Die über 200 Händler bauen ab dem 11. November ihre Hütten auf und bestücken die Stände.

Darunter sind auch Neulinge. Für die kostenfreie Newcomer-Hütte, auf der Start-ups und Kreative ohne Standgebühr verkaufen können, hatte die Stadt im Sommer Nachwuchshändler gesucht. Einen Teil des Standpersonals, vom Glühweinausschank bis zur Warenannahme, vermittelte bereits am 20. Oktober eine Jobbörse im Stadtforum.

So sieht die Tanne zur Eröffnung aus

Der 592. Striezelmarkt öffnet am 25. November. Dann leuchten an der Tanne zwei LED-Lichterketten von zusammen 2.160 Metern Länge mit rund 260.000 Lichtpunkten, an der Spitze ein Herrnhuter Stern. Zusammen mit der größten erzgebirgischen Stufenpyramide der Welt, dem Schwibbogen und der Krippe bleibt der Altmarkt bis zum 24. Dezember weihnachtlich beleuchtet.

Mehr zum Programm steht unter striezelmarkt.dresden.de.