Dresden. Es ist die Sorte Arbeit, die nur nachts geht. In der Nacht von Donnerstag, dem 9. Juli, auf Freitag, den 10. Juli, hob ein Autokran die fünf neuen Brückenträger der Fabricestraße an ihren Platz - jeder von ihnen ein Verbundbauteil von rund 30 Tonnen. Damit das sicher gelang, wurde die darunterliegende Bahnstrecke komplett gesperrt und die Oberleitung abgeschaltet.
Viel Spielraum gab es nicht. Wegen der engen Platzverhältnisse lieferte die Spezialfirma drei der fünf Träger auf Abruf an - der Schwerlast-Lkw hob sie direkt vom Anhänger an ihren Einbauort. Anschließend koppelten die Arbeiter alle fünf Träger miteinander, damit sie sicher in Position blieben. Am Morgen rollten die Züge wieder.

Der nächste Schritt sind Bewehrung und Betonage der Anschlussbereiche zwischen den Widerlagern und den neuen Trägern. Danach folgen die Fahrbahnplatte samt Abdichtung und die Betonage der Brückenränder. Nach Angaben der Stadt laufen aktuell alle Arbeiten im Plan. Fertig sein soll die Brücke im Februar 2027.