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Nach Messer-Angriff in Ausländerbehörde: Dresden zieht Konsequenzen

Treppenaufgang mit metallenem Rollstuhllift zum Gebäudeeingang mit dem Schild „EINGANG NORD Haus Lingnerallee“ an einem mehrstöckigen Verwaltungsgebäude in Dresden.
Neuer Zugang am Haus Lingnerallee in Dresden: Der Bürgerservice ist ab sofort nur noch über den „Eingang Nord“ erreichbar. Ein Hublift an den Treppen hilft zwar Rollstuhlfahrern, stellt Eltern mit Kinderwagen aber vor Hürden. Archivfoto: CdH
Ein Mann bedroht Mitarbeiter und versucht Feuer zu legen: Nach dem Vorfall Ende August reagiert die Stadt Dresden. Das Verwaltungsgebäude an der Lingnerallee 3 stellt ab sofort Zugänge um - mit gravierenden Folgen für Besucher.

Dresden. Das Verwaltungsgebäude an der Lingnerallee 3 ist ab sofort nur noch über den nördlichen Haupteingang erreichbar. Er liegt am Parkplatz parallel zur Grunaer Straße und trägt die Bezeichnung „Lingnerallee 3 - Eingang Nord". Betroffen sind der Bürgerservice mit dem Melde-, Pass- und Ausweiswesen sowie Teile des Standesamtes, die demnächst dort einziehen.

Eingeschränkte Barrierefreiheit: Hublift für Rollstuhlfahrer, Problem für Kinderwagen

An diesem Eingang ist die Barrierefreiheit eingeschränkt. Rollstuhlfahrer können einen Hublift nutzen, der Sicherheitsdienst hilft vor Ort. Innerhalb des Gebäudes sind die Räume stufenlos erreichbar.

Für Eltern mit Kinderwagen gibt es dagegen vorerst keine gute Lösung. Der Hublift ist für Kinderwagen nicht geeignet, sie müssen bis auf Weiteres über die Stufen getragen werden. Die Stadt erklärt, sie arbeite mit Priorität daran, den barrierefreien Zugang schnellstmöglich wiederherzustellen.

Anlass ist ein Angriff Ende August

Auslöser für die Umstellung ist ein Vorfall vom 28. August in der Ausländerbehörde, die im selben Gebäudekomplex sitzt. Dort hatte ein 34-jähriger Mann nach Angaben der Polizei versucht, Papiere anzuzünden, und einen Mitarbeiter mit einem Messer bedroht. Der Sicherheitsdienst nahm ihm das Messer ab, die Polizei nahm ihn fest. Verletzt wurde niemand. Es gilt die Unschuldsvermutung. Nach dem Angriff hatte die Stadt angekündigt, den Schutz der Beschäftigten stärker in den Blick zu nehmen.

Weitere Hinweise zum Zugang stellt die Stadt im „Infoportal Barrierefreiheit" unter dresden.de/barrierefrei bereit.