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Angriff in Ausländerbehörde Dresden: Sicherheitsdienst verhindert Schlimmeres

Symbolfoto: Nahaufnahme vom Dach eines Polizeifahrzeugs mit eingeschaltetem, leuchtendem Blaulicht auf der Lichtleiste vor unscharfem Stadtkulissen-Hintergrund.
Messerattacke verhindert: In der Dresdner Ausländerbehörde bedroht ein Mann Mitarbeiter und versucht Feuer zu legen. Die Polizei nimmt den 34-Jährigen fest. Symbolbild: pixabay/RayMediaGroup
Mit brennbarer Flüssigkeit und einem Messer bewaffnet stürmte ein Mann in ein Dresdner Amtszimmer. Oberbürgermeister Dirk Hilbert findet nach dem Vorfall deutliche Worte.

Dresden. In der Ausländerbehörde an der Lingnerallee hat ein 34-jähriger Mann am Freitagvormittag versucht, ein Feuer zu entzünden, und einen Mitarbeiter mit einem Messer bedroht. Nach Angaben der Polizei griffen Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes ein und nahmen ihm das Messer ab. Alarmierte Beamte nahmen den Mann fest. Verletzt wurde niemand.

Streit um ein Dokument am Einlass

Der 34-Jährige war zu einem Termin in die Behörde in der Pirnaischen Vorstadt gekommen und erhielt am Einlass vom Sicherheitsdienst ein Dokument. Damit war er nach Polizeiangaben nicht einverstanden. Er übergoss das Papier und weitere persönliche Unterlagen mit einer brennbaren Flüssigkeit und wollte sie anzünden. Sicherheitsleute verhinderten das und wurden dabei von der Flüssigkeit getroffen.

Danach zog der Mann ein Messer, lief ins Gebäude und ging in das Büro eines 48-jährigen Mitarbeiters. Dort bedrohte er ihn, bis die Sicherheitsleute ihm das Messer abnehmen konnten. Die Polizei nahm den 34-jährigen Staatenlosen fest und brachte ihn in Gewahrsam. Zu den Hintergründen der Tat ermittelt die Polizei.

Stadt bietet den Beschäftigten Unterstützung an

Personalbürgermeister Jan Pratzka sprach noch am Freitag mit der Abteilungsleitung und den betroffenen Kolleginnen und Kollegen vor Ort und bot Unterstützung an. Oberbürgermeister Dirk Hilbert nannte den Angriff „in keiner Weise zu rechtfertigen und völlig inakzeptabel". Er dankte Sicherheitsdienst und Polizei, deren schnelles Eingreifen Schlimmeres verhindert habe. Die Beschäftigten der Ausländerbehörde erfüllten eine anspruchsvolle Aufgabe mit oft belastenden Entscheidungen, so Hilbert. Gewalt und Drohungen dürften nie ein Mittel sein, um Entscheidungen zu beeinflussen oder Frust auszudrücken.

Schutz der Mitarbeiter fließt in die Umbaupläne ein

Den Vorfall will die Stadt gemeinsam mit den zuständigen Stellen aufarbeiten, für Betroffene stehe Unterstützung bereit. Der Schutz der Beschäftigten habe höchste Priorität und spiele deshalb eine Rolle bei den Planungen zur künftigen Unterbringung der Verwaltung. Konkret geht es dabei um den Umbau und die Sanierung des Stadthauses auf der Theaterstraße.