Dresden. Der bundesweite Warntag ist in Dresden weitgehend planmäßig verlaufen. Pünktlich um 11 Uhr lösten das Modulare Warnsystem des Bundes und das städtische Sirenennetz die Probewarnung aus, um 11.45 Uhr folgte die Entwarnung. Die Warnung lief unter anderem über Cell Broadcast, Warn-Apps wie NINA sowie Rundfunk und Fernsehen, parallel ertönte das echte Gefahrensignal über die Sirenen.
Im Mittelpunkt stand ein Punkt, der beim Probealarm im Juli schiefgegangen war: die gleichzeitige Auslösung aller Sirenen. Damals hatte ein technischer Fehler dazu geführt, dass die Anlagen nacheinander statt zusammen ansprangen. Diesmal funktionierte die Gruppenauslösung wie vorgesehen. Von 210 angesteuerten Sirenen meldeten vier eine technische Störung, weitere 14 waren wegen Bau- oder Wartungsarbeiten planmäßig außer Betrieb.
„Ein Warntag ist dann erfolgreich, wenn er uns ein ehrliches Bild davon liefert, wie sich unsere Warnsysteme unter realen Bedingungen verhalten", sagt Michael Katzsch, Leiter des Brand- und Katastrophenschutzamtes. Entscheidend sei nicht allein, ob eine Sirene einen Ton ausgebe, sondern das Zusammenspiel von Auslösung, Rückfallebenen, Wahrnehmbarkeit und ergänzenden Kanälen.