Dresden. Zwei rechte Winkel, ein Umweg um eine Wiese, und niemand fährt ihn: Wer in Pieschen mit dem Rad zur Arbeit pendelt, kennt die Stelle an der Kötzschenbroder Straße, an der die offizielle Wegeführung an der Realität vorbeigeht. Statt dem vorgeschriebenen Zickzack folgen unzählige Radfahrer der direkten Linie quer über die Grünfläche. Über die Jahre sind so feste Trampelpfade entstanden, unbefestigt und bei Regen voller Pfützen. Diese Gefahrenstelle an der Kreuzung Kötzschenbroder Straße, Washingtonstraße und Lommatzscher Straße soll nun beseitigt werden. Die CDU im Stadtbezirksbeirat hat dazu eine Anfrage eingebracht, die das Gremium am 8. September einstimmig beschloss. Die Stadtverwaltung muss binnen zwei Monaten Stellung nehmen.
Der Streitpunkt ist ein kurzes Stück Weg. Offiziell führt der Rad- und Gehweg in zwei rechten Winkeln um eine Grünfläche herum. Viele Radfahrer nehmen stattdessen die Abkürzung quer über die Wiese. „Wer hier täglich zur Arbeit fährt, kennt das Problem seit Jahren. Gerade in der dunklen Jahreszeit ist die Stelle eine echte Sturzgefahr", sagt Benjamin Kemper, Vorsitzender der CDU Pieschen und Mitglied des Stadtbezirksbeirates.