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Trampelpfad statt Radweg in Pieschen: CDU fordert Lückenschluss an gefährlicher Kreuzung

Ein asphaltierter Fuß- und Radweg führt an einer Grünfläche vorbei. Deutlich sichtbare, unbefestigte Trampelpfade wurden von Radfahrern quer über die Wiese gefahren, um den zickzackförmigen Pflasterweg abzukürzen. Bäume und Straßenschilder säumen das Areal.
Slalom statt Direktausbau: An der Kötzschenbroder Straße fahren Radler lieber quer über die Wiese als dem offiziellen Weg zu folgen. Die so entstandenen Trampelpfade sollen nach einem Beschluss im Stadtbezirksbeirat nun befestigt werden. Foto: CDU Pieschen
Von: Cornelius de Haas
Der offizielle Weg macht zwei enge Knicke, die Radler fahren längst quer über die Wiese: An der Kötzschenbroder Straße in Dresden soll eine seit Jahren bekannte Gefahrenstelle endlich entschärft werden. Die CDU Pieschen hat das Thema in den Stadtbezirksbeirat gebracht.

Dresden. Zwei rechte Winkel, ein Umweg um eine Wiese, und niemand fährt ihn: Wer in Pieschen mit dem Rad zur Arbeit pendelt, kennt die Stelle an der Kötzschenbroder Straße, an der die offizielle Wegeführung an der Realität vorbeigeht. Statt dem vorgeschriebenen Zickzack folgen unzählige Radfahrer der direkten Linie quer über die Grünfläche. Über die Jahre sind so feste Trampelpfade entstanden, unbefestigt und bei Regen voller Pfützen. Diese Gefahrenstelle an der Kreuzung Kötzschenbroder Straße, Washingtonstraße und Lommatzscher Straße soll nun beseitigt werden. Die CDU im Stadtbezirksbeirat hat dazu eine Anfrage eingebracht, die das Gremium am 8. September einstimmig beschloss. Die Stadtverwaltung muss binnen zwei Monaten Stellung nehmen.

Der Streitpunkt ist ein kurzes Stück Weg. Offiziell führt der Rad- und Gehweg in zwei rechten Winkeln um eine Grünfläche herum. Viele Radfahrer nehmen stattdessen die Abkürzung quer über die Wiese. „Wer hier täglich zur Arbeit fährt, kennt das Problem seit Jahren. Gerade in der dunklen Jahreszeit ist die Stelle eine echte Sturzgefahr", sagt Benjamin Kemper, Vorsitzender der CDU Pieschen und Mitglied des Stadtbezirksbeirates.

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Kemper und seine Beiratskollegen Annett Zschoppe und Tassilo Langner fordern den Oberbürgermeister auf zu prüfen, wie sich die Wegeführung an den tatsächlichen Bedarf anpassen lässt, entweder durch eine dauerhaft befestigte, direkte Verbindung oder durch eine grundlegende Neugestaltung der Kreuzung. Für sie ist der Fall ein Beispiel dafür, wie ein kleiner Lückenschluss im Radnetz den Alltag spürbar verbessern kann. „Wir wollen eine pragmatische Lösung vor Ort, sicher, direkt und alltagstauglich", so Kemper.

Ob die Stadt der Forderung folgt, entscheidet sich in den kommenden Wochen. Nach der Geschäftsordnung der Stadtbezirksbeiräte muss die Verwaltung spätestens Anfang November antworten. Die CDU Pieschen kündigte an, das Verfahren zu begleiten.

Cornelius de Haas
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Cornelius de Haas

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