Letzte Chance für Dresdens Nebeldüsen-Brunnen
Dresden. An welchen Ort flüchtet man, wenn die Innenstadt im Hochsommer glüht? Und was passiert mit der eigenen Straße, wenn der nächste Starkregen niedergeht? Auf genau solche Fragen gibt Dresden in der Woche der Klimaanpassung Antworten. Von Montag, 14. September, bis Sonntag, 20. September, beteiligt sich die Stadt an der bundesweiten Aktion und zeigt an mehreren Orten, wie sie sich auf die Folgen des Klimawandels einstellt.
„Klimaanpassung beginnt bei der Gestaltung von Straßen, Plätzen und Gebäuden und reicht über Gesundheitsschutz und Wasserversorgung bis zu Bildung", sagt Umweltbürgermeisterin Eva Jähnigen. Die Woche mache sichtbar, wo Dresden bereits aktiv sei.
Ausstellung zu kühlen Orten und Starkregen
Ab Dienstag, 15. September, gibt es im COSMO Wissenschaftsforum an der Schloßstraße 2 zwei Angebote des Umweltamtes. Die „Karte der kühlen Orte" zeigt öffentlich zugängliche Plätze, die an heißen Tagen Abkühlung bieten, von schattigen Parks über kühle Innenräume bis zu Trinkwasserstellen. Wer einen fehlenden Lieblingsort kennt, kann ihn ergänzen. Daneben lässt sich das 3D-Starkregenportal testen, das mögliche Überflutungen und Gebäudeschäden im Stadtgebiet sichtbar macht. Die Ausstellung läuft bis 26. November, jeweils Dienstag bis Donnerstag von 13 bis 18 Uhr, der Eintritt ist frei.
Rundgang und Klimasprechstunde an Schulen
Am Donnerstag, 17. September, lädt das Amt für Gesundheit und Prävention von 15 bis 17.30 Uhr zu einem kostenlosen Rundgang über den Geh-sundheitspfad in Trachau ein. Auf rund sechs Kilometern geht es um Gesundheit, Hitze und Bewegung im Alltag. Treffpunkt ist die Haltestelle „S-Bahnhof Trachau", eine Anmeldung ist nötig, per E-Mail an gesundheitsfoerderung@dresden.de oder unter 0351 4885351.
Neu ist zudem die Klimasprechstunde „Klima? – Lass uns reden!". Einmal im Monat besuchen Jähnigen und die Kinder- und Jugendbeauftragte Anke Lietzmann eine Dresdner Schule und sprechen mit Schülern ab Klasse 7 über Klimaschutz und kommunalpolitische Möglichkeiten. Schulen können sich online für freie Termine anmelden.
Nebeldüsen-Brunnen werden nach der Woche abgebaut
Zum Ende der Aktionswoche läuft auch das Pilotprojekt „Mobile Trinkwasserbrunnen mit Nebeldüsen" aus. Die Anlagen in Altstadt und Neustadt werden danach abgebaut. Bis dahin lassen sie sich noch ausprobieren, Erfahrungen können über eine Umfrage gemeldet werden. Mehr als 700 Rückmeldungen sind bereits eingegangen. Sie fließen in die Auswertung der Stadt ein und bilden die Grundlage für eine Empfehlung, wie es mit dem Trinkwasserangebot weitergeht. Über eine mögliche Fortführung im kommenden Jahr wird danach entschieden.