Keine Rückkehr nach Auszeit: Dresdner Amtsleiterin gibt auf
Dresden. Kristina Winkler, über Jahre das Gesicht der Dresdner Integrationsarbeit, gibt ihr Amt ab. Die Integrations- und Ausländerbeauftragte der Stadt ist seit dem 1. Juli in einer mehrmonatigen Auszeit und kehrt danach auf eigenen Wunsch nicht in diese Position zurück. Der Stadt bleibt sie als Mitarbeiterin erhalten.
Ihre Tätigkeit als Beauftragte endet offiziell Ende 2027, dann wird die Stelle dauerhaft neu besetzt. Über die Berufung entscheidet der Stadtrat.
Luciana Cristina Marinho Schollmeier übernimmt kommissarisch
Bis dahin führt Luciana Cristina Marinho Schollmeier das Büro. Sie vertritt Winkler bereits seit Juli und leitet die Stelle kommissarisch. Erreichbar ist sie unter 0351-4882130 und lmarinhoschollmeier@dresden.de.
Marinho Schollmeier bringt Erfahrung aus der Stadtverwaltung mit. Seit 2017 arbeitete sie im Jugendamt und leitete dort das Sachgebiet Arbeitsweltbezogene Jugendsozialarbeit. Sie hat einen Magister in Jura und einen Universitätsabschluss in Sozialpädagogik. Vor ihrem Umzug nach Deutschland lebte sie in Brasilien, Mexiko, Frankreich und den USA.
OB Hilbert würdigt Winklers Arbeit
Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) dankte Winkler für ihr Engagement. Sie habe Menschen der internationalen Community vernetzt und immer ein offenes Ohr für deren Anliegen gehabt. Als Beispiele nannte Hilbert das seit über zehn Jahren gefeierte Friedensfest der Kinder Abrahams, bei dem Angehörige von Christentum, Judentum und Islam einen gemeinsamen Abend gestalten, und die Interkulturellen Tage, die in diesem Jahr zum 36. Mal stattfanden.
Maßgeblich verantwortet Winkler auch das „Haus der Brücke”, das 2025 eröffnete und als Treffpunkt für Menschen und Vereine dient.