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Einfluss im Stadtteil: Dresden vergibt Plätze in wichtigem Gremium

Eine diverse Gruppe von Menschen sitzt an einem großen Holztisch zusammen und berät sich intensiv während einer Sitzung.
Gemeinsam die Zukunft von Dresden-Johannstadt gestalten: Der Stadtteilbeirat sucht neue Mitglieder. Bis 24. Oktober können sich Bürger ab 16 Jahren bewerben, um Förderprojekte und die Entwicklung ihres Viertels aktiv mitzubestimmen. Symbolfoto: Magnific/rawpixel.com
Mehr als 220 Projekte gefördert: Warum der Stadtteilbeirat Johannstadt jetzt neue Köpfe sucht und wer bis 24. Oktober kandidieren darf.

Dresden. In der Johannstadt sind noch Plätze zu vergeben, und zwar in einem Gremium mit echtem Einfluss. Der Stadtteilbeirat sucht neue Mitglieder, Bewerbungen sind bis Sonnabend, 24. Oktober, möglich. Das 22-köpfige ehrenamtliche Gremium tagt viermal im Jahr und berät, wie sich das Viertel entwickeln soll. Seit 2019 hat es mehr als 220 Projektförderungen auf den Weg gebracht.

Zur Wahl stellen kann sich, wer mindestens 16 Jahre alt ist und in Johannstadt-Nord oder -Süd wohnt, arbeitet oder eine Ausbildung macht. Die Bewerbung läuft über eine Mitwirkungserklärung, die online unter www.johannstadt.de bereitsteht. Erste Kandidaturen liegen bereits vor.

Neun Plätze, von Jugend bis Ladenbesitzer

Gesucht werden Kandidaten für neun Mandate, einige davon sind bestimmten Gruppen vorbehalten: je ein Platz für Jugendliche und junge Erwachsene von 16 bis 25 Jahren, für Menschen ab 60, für Menschen mit Behinderung, für Menschen mit Migrationshintergrund, für Ladenbesitzer und für Freiberufler. Dazu kommen drei Plätze, für die sich alle übrigen Interessierten bewerben können.

Die andere Hälfte der Sitze ist Einrichtungen aus dem Stadtteil vorbehalten, etwa Kultur- und Bildungseinrichtungen, sozialen Trägern, Religionsgemeinschaften und zwei großen Wohnungsunternehmen. Sie werden über den Stadtteilverein Johannstadt berufen. Auch Einrichtungen können sich bis zum 24. Oktober bewerben.

Wahl am 8. November

Von Montag, 26. Oktober, an werden alle Kandidaturen unter www.johannstadt.de/wahlen2026 veröffentlicht. Am Donnerstag, 29. Oktober, stellen Schüler der 101. Oberschule „Johannes Gutenberg” die Bewerber vor. Gewählt wird am Sonntag, 8. November, von 13 bis 17 Uhr in zwei Wahllokalen, in der JohannStadthalle und im Stadtteilhaus Johannstadt.

Wer an dem Tag verhindert ist, kann per Briefwahl abstimmen. Das Briefwahlbüro in der Bibliothek der 101. Oberschule an der Pfotenhauerstraße 42 ist vom 29. Oktober bis 6. November werktags von 8 bis 10 und von 14 bis 18 Uhr geöffnet.

Hinter der Arbeit steht der Stadtteilfonds Johannstadt, aus dem die Projektförderungen bezahlt werden. Er speist sich aus jährlich beantragten Fördermitteln des Stadtbezirksbeirats Altstadt und aus privaten Spenden. Geregelt sind Zusammensetzung und Arbeit des Beirats über die Satzung des Stadtteilvereins und eine Geschäftsordnung.