Dresden: Mahnwache am Neumarkt erinnert an den 7. Oktober
Dresden. Drei Jahre nach dem Terrorangriff der Hamas auf Israel soll am Mittwoch eine Mahnwache auf dem Neumarkt an die mehr als 1.200 Getöteten und die Geiseln jenes Tages erinnern. Die Deutsch-Israelische Gesellschaft (DIG) lädt dazu um 17 Uhr vor die Frauenkirche ein, wie sie mitteilte. Unter den Rednern ist der Journalist und Autor Constantin Schreiber.
An jenem 7. Oktober 2023 überfiel die Hamas Israel, über 250 Menschen wurden als Geiseln in den Gazastreifen verschleppt. Die Folgen reichen bis nach Sachsen. In Deutschland nahm der Antisemitismus nach dem Angriff spürbar zu. Die DIG verweist für Sachsen auf Zahlen der Meldestelle RIAS, wonach sich die dokumentierten antisemitischen Vorfälle vervierfacht hätten, von durchschnittlich neun auf 36 pro Monat. Auch der Beauftragte für jüdisches Leben in Sachsen, Thomas Feist, erklärte jetzt, seit dem Terrorangriff sei eine Zunahme antisemitischer Äußerungen und Handlungen in neuer und alter Form zu verzeichnen. Viele Jüdinnen und Juden fühlten sich seither nicht mehr selbstverständlich sicher, heißt es im Aufruf der DIG.
Redner aus Politik, Medien und Diplomatie
Neben Schreiber sprechen Sachsens Kultusminister Conrad Clemens und Dresdens Kulturbürgermeisterin Annekatrin Klepsch. Für den Staat Israel ist Daniel Aschheim angekündigt, Leiter der Öffentlichkeitsarbeit an der israelischen Botschaft in Berlin. Unterstützt wird die Mahnwache von der Stiftung Frauenkirche Dresden. „Gedenken heißt nicht nur erinnern. Es heißt, heute Haltung zu zeigen", heißt es im Aufruf der Gesellschaft. Sie will ein Zeichen gegen Antisemitismus und für die Sicherheit jüdischen Lebens in Deutschland setzen.