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Auf den Spuren des Ahnen: Hier steht Dresdens Superblitzer 217

Ein grauer, keilförmiger Blitzer-Anhänger steht am Fahrbahnrand einer Wohnstraße in Dresden-Wilschdorf vor Einfamilienhäusern. Die sonnige Straße ist von geparkten Autos gesäumt, im Vordergrund verläuft ein gepflasterter Gehweg mit Schattenwurf.
Auf den Spuren des Vorgängers: Dresdens neuer Messanhänger HWI-VE 217 steht an der Keulenbergstraße in Wilschdorf. Parkend auf der stadtauswärtigen Seite knipst der grau-weiße Kasten allerdings Fahrzeuge in Richtung Radeburger Straße. Foto: FEdH
Erst erbte die 217 den Job ihres Vorgängers, jetzt steht sie fast an dessen letztem bekannten Posten: An der Keulenbergstraße in Wilschdorf, ein paar Meter neben der Stelle, wo die 167 zuletzt gesichtet wurde, blitzt nun der Nachfahre. Dumm nur für alle, die stadteinwärts zu schnell fahren.

Dresden. Manche Erben begnügen sich mit dem Nachlass. Dresdens jüngster Superblitzer HWI-VE 217 will offenbar mehr: Er reist seinem Vorgänger hinterher. Frisch an die Keulenbergstraße in Wilschdorf gezogen, steht er nun fast genau dort, wo die 167 zuletzt gesichtet wurde, bevor sie aus dem Dienst schied. Erst übernahm die 217 den Job, jetzt steht sie quasi am Ort des letzten Lebenszeichens ihres Ahnen - nur etwa 20 Meter weiter stadtäuswärts.

So nostalgisch der Ausflug, so wenig sentimental ist das Gerät im Dienst. Für Ortskundige lohnt der genaue Blick: Der unscheinbare Hänger parkt auf der stadtauswärtigen Seite, ausgelöst wird er aber von Fahrzeugen Richtung Radeburger Straße - also stadteinwärts. Wer die Stadt verlässt, darf entspannt bleiben; wer hineinfährt, sollte den Fuß heben. Genau so hatte es an dieser Stelle schon die 167 gehalten.

Warum die 167 überhaupt gehen musste

Dass die 217 ihren Vorgänger beerbte, hat einen fast rührend unspektakulären Grund. Kein Crash, kein technisches Drama. Die 167 ging Ende September nicht wegen eines Defekts außer Dienst, sondern wegen ihrer Haut: Ihre Lackierung war zu rau, um eine Folie aufzunehmen. Die 217 bringt eine glatte Oberfläche mit, auf die sich kleben lässt. Genau das hat das Ordnungsamt vor, um auch diesen Anhänger farblich einzukleiden. Wie das Outfit aussehen wird, ist aber noch immer offen. An der Flottenstärke änderte der Generationswechsel nichts: Dresden hat weiter genau drei dieser Trailer, neben der 217 die 159 und die getarnt-olivgrüne 213.

Allzulange dürfte die 217 an der Keulenbergstraße nicht verharren. Dresdens Messanhänger wandern ständig durch die Stadt, mal in den Norden, mal zurück in den Süden. Wo das nächste Lebenszeichen der 217 auftaucht, entscheidet die Stadt nach festen Kriterien: Schulwege, Kitas, Pflegeheime, Unfallschwerpunkte und Beschwerden aus der Nachbarschaft. Nur eins ist sicher: Irgendwo wird der Nachfahre bald wieder stehen. Am besten also überall den Fuß vom Gas.