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48 Mal um die Erde: Dresden feiert Rekord beim Stadtradeln

Eine Radfahrerin von hinten auf einem Weg durch einen herbstlichen Park, gesäumt von Bäumen mit goldenen Blättern und abgefallenem Laub auf dem Boden im warmen Sonnenlicht.
Radeln im goldenen Herbst: Beim Dresdner Stadtradeln stellten 9.487 Teilnehmende mit rund 1,94 Millionen Kilometern einen neuen Rekord auf. Die gesammelten Daten sollen nun der Radverkehrsplanung in der Stadt zugutekommen. Symbolbild: pixabay/Michael_Pointne-r
So viele wie nie zuvor: Beim Stadtradeln 2026 haben fast 9.500 Dresdner mitgemacht und zusammen fast zwei Millionen Kilometer gesammelt. Für die Stadt sind die Daten mehr als eine schöne Zahl.

Dresden. Rund 1,94 Millionen Kilometer in drei Wochen, umgerechnet fast 48 Mal um die Erde: So viel sind die Dresdner beim diesjährigen Stadtradeln zusammengefahren. Und sie waren so zahlreich wie nie. Zwischen dem 7. und 27. September beteiligten sich 9.487 Menschen, beide Werte sind laut Stadt Höchststände und übertreffen die bisherigen Rekorde bei Teilnehmerzahl und Kilometern.

Bei der Aktion treten die Radelnden drei Wochen lang in Teams an und zeichnen ihre Fahrten per App oder Kalender auf. Gewertet wird jeder Weg, egal ob zur Arbeit, zum Einkaufen oder in der Freizeit. Die Aktion läuft bundesweit in zahlreichen Kommunen und soll zum Umstieg aufs Rad motivieren.

Uniklinik und zwei Gymnasien vorn

Die aktivsten Teams waren wie im Vorjahr die Uniklinik mit knapp 58.900 Kilometern sowie zwei Gymnasien, das Martin-Andersen-Nexö-Gymnasium mit gut 53.200 und das Ehrenfried-Walther-von-Tschirnhaus-Gymnasium mit rund 51.400 Kilometern. Dass Schulen und ein Großklinikum vorn liegen, zeigt, wie stark die Aktion über feste Gemeinschaften getragen wird.

Für die Stadt ist das Stadtradeln nicht nur ein Klima-Appell, sondern eine Planungshilfe. Weil die Kilometer auf Alltagswegen entstehen, decken die gespendeten Daten das ganze Stadtgebiet ab. So lasse sich erkennen, wie neue Radwege angenommen werden, erklärt Verkehrsbürgermeister Stephan Kühn. Als Beispiele nennt er die gut genutzte Radroute Ost und den Elberadweg, der zu einer wichtigen Ost-West-Verbindung geworden sei. Die Auswertung fließe in die weitere Planung ein.

Dresden radelt seit Jahren mehr

Der Rekord liegt nur knapp über dem Vorjahr: 2025 kamen rund 9.400 Menschen auf etwa 1,9 Millionen Kilometer. Im längeren Vergleich zeigt sich die Entwicklung deutlicher. 2024 waren es rund 8.200 Teilnehmer mit etwa 1,5 Millionen Kilometern, 2023 etwa 8.000 Menschen mit 1,8 Millionen. Die Zahl der Mitradelnden ist über die Jahre gestiegen.