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13. Februar in Dresden: Menschenkette für Frieden und Demokratie – so können Sie mitmachen

13. Februar in Dresden: Menschenkette für Frieden und Demokratie – so können Sie mitmachen
Auch an der Frauenkirche soll die Menschenkette am Freitagabend vorbeiführen. Foto: pixabay/ Pauline_17
Von: Cornelius de Haas

Am 13. Februar 2026 jährt sich die Zerstörung Dresdens im Zweiten Weltkrieg zum 81. Mal. Wie in jedem Jahr steht dieser Tag im Zeichen der Erinnerung – aber auch der Verantwortung. Die Stadt lädt alle Bürgerinnen und Bürger ein, gemeinsam ein starkes Zeichen gegen Krieg, Hass und Gewalt zu setzen.

Ein zentrales Zeichen ist die Menschenkette durch die Dresdner Altstadt. Um 18 Uhr reichen sich tausende Menschen die Hände, begleitet vom Glockenläuten der Kirchen. Sie zeigen: Wir stehen zusammen – für Frieden, für Demokratie, für ein respektvolles Miteinander. Auch Gäste aus der britischen Partnerstadt Coventry sind dabei. Beide Städte wurden im Krieg schwer zerstört und pflegen heute eine enge Freundschaft.

So ist der Verlauf der Menschenkette am 13. Februar geplant. Quelle: Landeshauptstadt Dresden

Oberbürgermeister Dirk Hilbert ruft zur Teilnahme auf: „Reihen Sie sich am 13. Februar in die Menschenkette ein! Lassen Sie uns gemeinsam ein starkes Zeichen für Menschenrechte, Demokratie und Versöhnung setzen.“

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Bereits um 17 Uhr beginnt auf dem Vorplatz des Kulturpalasts das Bürgersingen. Unter dem Motto „Gemeinsam Haltung zeigen. Jeden Tag.“ singen die Dresdner Philharmonischen Chöre gemeinsam mit allen, die mitmachen möchten. Die Liedtexte gibt es vor Ort oder online unter www.dresdnerphilharmonie.de. Die Teilnahme ist kostenlos. Die Rektorin der TU Dresden, Prof. Dr. Ursula M. Staudinger, leitet die Veranstaltung. Sie betont: „Indem wir uns die Hände reichen, zeigen wir Haltung – für eine offene Gesellschaft und ein respektvolles Miteinander.“

Im Anschluss an die Menschenkette findet ein besonderes Gedenkkonzert der Dresdner Philharmonie statt. Unter der Leitung von Michael Sanderling wird Dmitri Schostakowitschs 10. Sinfonie gespielt. Begleitet wird das Konzert von einem Film des südafrikanischen Künstlers William Kentridge. Der Film zeigt eindrucksvoll, wie gefährlich Ausgrenzung und Intoleranz sind – und wie wichtig Versöhnung ist.

Auch am Vormittag wird an die Opfer von Krieg und Gewalt erinnert: mit Gedenkveranstaltungen auf dem Nordfriedhof und dem Heidefriedhof sowie einem stillen Gedenken vor der Frauenkirche auf dem Neumarkt.

Ein weiteres Zeichen der Freundschaft zwischen Dresden und Coventry ist die Ausstellung „Coventry Begegnungen“. Sie wird am 6. Februar im Kunsthaus Raskolnikow eröffnet. Gezeigt werden Porträts von Menschen aus Coventry, aufgenommen im dortigen Automuseum. Die Fotografien erzählen Geschichten von Arbeit, Erinnerung und Wandel. Die Ausstellung ist bis zum 3. März auf der Böhmischen Straße 34 zu sehen.

Die Bürgermeisterin von Coventry, Councillor Rachel Lancaster, wird vom 12. bis 14. Februar in Dresden zu Gast sein. Sie nimmt an der Menschenkette teil und besucht gemeinsam mit Oberbürgermeister Hilbert die Ausstellung. Der Austausch mit Coventry ist ein Zeichen gelebter Versöhnung – und ein Blick in eine gemeinsame Zukunft.

Alle Veranstaltungen rund um den 13. Februar finden Sie unter: www.dresden.de/1945

Cornelius de Haas
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Cornelius de Haas

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