Die heimische Rohstoffgewinnung rückt in Deutschland stärker in den Fokus. Aus keinem Land in der EU hat es in diesem Januar mehr Bewerbungen um den Status eines kritischen Rohstoffprojekts bei der EU-Kommission gegeben, sagte Matthias Koehler, Ministerialdirigent im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, bei der Sächsischen Rohstoffkonferenz in Freiberg. Ein solcher Status verspricht gemäß EU-Verordnung eine bevorzugte Behandlung für schnellere Genehmigungsverfahren.
Sachsens Wirtschaftsminister Dirk Panter (SPD) betonte, Rohstoffe seien «Grundlage für unseren Wohlstand» und für die Zukunft des Industrie- und Autolands Sachsen entscheidend. Seit rund zehn Jahren reifen Pläne, Lithium aus Gestein unter dem Erzgebirge zu beiden Seiten der sächsischen Landesgrenze zu gewinnen. Während das Projekt in Tschechien mit politischem Rückenwind und Staatsgeld rechnen kann, kämpft die sächsische Seite weiter um ein klares Signal aus Brüssel.