In Sachsen gibt es nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts (RKI) schon jetzt mehr hitzebedingte Sterbefälle als im Vorjahr. Einschließlich des extremen Hitzewochenendes Ende Juni geht das RKI von 230 Todesfällen im Freistaat aus. Im gesamten Jahr 2025 sollen 100 Menschen im Zusammenhang mit Hitze gestorben sein. Bundesweit geht das RKI von bislang 5.120 hitzebedingten Sterbefällen aus.
Weil der Sommer erst angefangen hat, könnten die Zahlen je nach Wetterlage noch deutlich steigen. Im besonders heißen und trockenen Jahr 2018 hat es laut RKI in Sachsen 510 Hitzetote gegeben, 2019 waren es 410.
Dazu zählen Fälle, in denen die Hitzeeinwirkung – etwa bei einem Hitzeschlag – den Tod unmittelbar ausgelöst hat. In den meisten Fällen führe jedoch eine Kombination aus Vorerkrankungen und Hitze zum Tod, hieß es. Auf dem Totenschein werde zumeist nicht die Hitze als Todesursache vermerkt. Daher stellt das RKI statistische Berechnungen zu den Hitzetoten an.