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Hantavirus: Ein betroffener Mensch aus Sachsen

Hantavirus: Ein betroffener Mensch aus Sachsen
Hantavirus: Eine betroffene Person aus Sachsen / Foto: Manu Fernandez/AP/dpa
Von: DieSachsen News
Nach dem Hantavirus-Ausbruch auf einem Kreuzfahrtschiff sind mehrere deutsche Passagiere in die Bundesrepublik gebracht worden. Aus Sachsen ist ein Mensch betroffen.

Unter den von einem Hantavirus-Ausbruch auf einem Kreuzfahrtschiff betroffenen deutschen Passagieren ist auch ein Mensch aus Sachsen. Dies teilte das Bundesgesundheitsministerium (BMG) auf Anfrage mit. Nähere Angaben zum Geschlecht oder Wohnort der Person machte das Ministerium zunächst nicht.

Betroffen sind den Angaben zufolge Menschen aus Berlin, Baden-Württemberg, Bayern und Sachsen. Keine der vier Personen habe bisher Symptome, hieß es weiter. Sie waren am Montag um 2.30 Uhr im Uniklinikum Frankfurt eingetroffen, niemand habe Symptome, hieß es weiter. Die Passagiere sollten noch am Montag in die jeweiligen Bundesländer gebracht werden.

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Häusliche Quarantäne von bis zu 45 Tagen

Zu erwarten sei, dass sie an ihren Wohnorten in häusliche Quarantäne kommen, teilte das Ministerium mit. «Während der nächsten Wochen werden die Kontaktpersonen kontinuierlich und engmaschig auf Symptome überwacht.» Über die konkreten Maßnahmen entscheiden die jeweils zuständigen Gesundheitsämter. 

Von der Ansteckung bis zum Ausbruch der Krankheit kann es bei diesem Erreger Experten zufolge bis zu 45 Tage dauern. Falls eine Person erkranken sollte, könne sie in speziellen Zentren nach besten medizinischen Standards und sicher behandelt werden, teilte das BMG mit.

Am Sonntag waren erste Sonderflüge von der Kanareninsel Teneriffa - wo das Kreuzfahrtschiff «Hondius» nach mehreren Wochen auf See angelegt hatte - gestartet, um die Menschen vom Schiff aus insgesamt 23 Nationen unter speziellen Sicherheitsvorkehrungen in ihre Heimatländer zu bringen. Ein weiterer deutscher Passagier war nach Großbritannien geflogen worden, wo er lebt, wie die britische Nachrichtenagentur PA berichtete.

Die WHO vermutet, dass die Infektionskette von einem niederländischen Ehepaar ausging, das sich vor der Einschiffung in Argentinien angesteckt haben könnte.

RKI-Chef: Keine Gefährdung oder Pandemiegefahr

Der Chef des deutschen Robert Koch-Instituts (RKI) sieht derweil keine Gefahr für die Bevölkerung. Das Virus könne Menschen sehr krank machen, sagte Lars Schaade am Sonntagabend im ZDF-«heute journal». «Aber die gute Nachricht ist eigentlich, das ist kein Virus, das sich verbreitet. Und insofern kann ich, glaube ich, sagen: Ich sehe eigentlich keine Gefährdung für die Bevölkerung in Deutschland und auch keine Pandemie-Gefahr.»

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